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Dark Tranquillity, Insomnium im Konzert (Hamburg, September 2010)

Tour-Start im vierten Stock über Hamburg
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Dark Tranquillity

Nach einer etwas längeren Pause kommen die Headliner Dark Tranquillity dran, um ihre Tour hier in Hamburg zu starten. Es ist also eine energiegeladene Band zu erwarten. Und in der Tat, die Jungs aus Schweden legen einen brachialen Start hin. Bei Martin Brändströms ersten Keyboard-Klängen, die unverkennbar den Songs „At The Point Of Ignition“ ankündigen, sind sowohl die Musiker als auch das Publikum von null auf hundertzehn dabei. Völlige Ausnahmesituation in den ersten Reihen. Mit diesem und dem darauf folgendem Titel „The Fatalist“ gelingt ihnen eine grandios gelungene Einleitung ihres seit März veröffentlichtem Albums „We Are The Void“. Auffällig ist vor allem Mikael Stannes gute Laune. Der Vokalist grinst sich permanent einen - zu Recht - und hat einen starken Anfassdrang. Immer wieder schüttelt und berührt er die sich ihm sehnsüchtig entgegenstreckenden Hände der Fans. Weiter geht es mit einem etwas älteren und thrashig angehauchtem Song „Damage Done“ – zurück zu den musikalischen Anfängen sozusagen – stilmässig gesehen.

Mikael scheint ziemlich begehrt zu sein; ein weiblicher Fan lässt sich per Crowdsurfing zu ihm chauffieren und springt ihm völlig euphorisch um den Hals, streckt hysterisch die Pommesgabeln in die Höhe und verschwindet wieder in der Masse. Beim Song „The Gallery“ von der gleichnamigen Platte (bei der Mikael Stannes erstmals singt) ist weiblicher Gesang zu vernehmen, doch dieser wird bedauerlicherweise nur eingespielt und nicht live performed. Das markdurchdringende „Iridium“ ist absoluter Hochgenuss mit temporärem Clean-Gesang. Zwar ein relativ ruhiger Song, aber dafür sehr wirksam mit seinen abwechselnd druckvollen und schwelgend-leicht-melodiösen Passagen.

Im Saal ist es unerträglich heiß, was sich auch im völlig durchnässten Hemd von Stannes zeigt. Doch vollkommen ab von jedem Ekel schmeißt er sich weiterhin singend auf die Fans, die keine Wahl haben und ihn (gern) auf Händen tragen. Es scheinen auch schwedische Fans anwesend zu sein, oder zumindest welche, die der schwedischen Sprache mächtig sind, denn zwischendurch hält Stannes immer wieder Smalltalk mit Fans aus der ersten Reihe. Schade, dass kein Synchronsprecher da war. Abschließend präsentieren sie den Klassiker und Namensgeber der Tour „Terminus (Where Death Is Most Alive)“ des letzten Albums „Fiction“.

Im Großen und Ganzen ein wahnsinnig mitreißender Abend, gemischt mit Songs aus Thrash-, Black- und Melodic-Death-Metal – wild durch ihre Plattensammlung. Allerdings habe ich persönlich „The Grandest Accusation“ und weitere Songs vermisst. Aber nach 18 Songs ist wohl einfach Schluss, was will man sich da beschweren. Sowohl die Fans als auch die Band selbst hatten eine Menge Spaß und können diesen Tourstart als sehr erfolgreich verbuchen. So macht’s doch Spaß, den Rest der großen langen Reise anzutreten, wobei es natürlich nirgendwo so schön ist wie in Hamburg.

Setlist:

At the Point Of Ignition
The Fatalist
Damage Done
Lost To Apathy
Monochromatic Stains
The Gallery
One
Zodijackyl Light
Iridium
Shadow in Our Blood
Icipher
Dream Oblivion
Misery’s Crown
Haven
Punish My Heaven
Final Resistance
The Sun Fired Blanks
Terminus (Where Death Is Most Alive)

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