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Danko Jones, Young Guns im Konzert (Köln, November 2010)

Kaum einer Tritt besser Arsch als Danko Jones

Danko Jones - purer Rock'n'Roll

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Eigentlich weiß man immer, wo man bei den Rock’n’Rollern Danko Jones dran ist – viel Musik, die direkt ins Tanzbein dringt, den Hintern wackeln lässt, vulgäre Wortspielereien und schweißtreibende Rhythmusspiele. Wenn da nicht immer die Sorge wäre, dass auf ein einfaches Hallo ein einstündiger Monolog folgen würde. Was aber Danko Jones auf dem Rockkasten haben, das zeigten sie in Köln mit energetischer Harmonie.

Die aufstrebenden Young Guns konnten natürlich die Gelegenheit nutzen, auf dieser Tour vor vollen Hütten zu spielen – und mit größeren Fanmengen kennen sich die Briten ebenfalls bestens aus, schließlich haben sie auch schon den Support bei Bon Jovi gestellt.

Young Guns

Als es hieß, den Supportposten für die Danko Jones-Tour zu besetzen, da standen die Spunde der Young Guns parat, um sich dieser ehrenvollen Aufgabe zu stellen. Die Wahl war doch ein bisschen überraschend, haben Young Guns mit der „Mirrors“-Ep ein eher knapp über dem Durchschnitt produziertes Werk am Start. Viel Alternative, ein bisschen Emo, ganz viel Rock, in Riesenportion eingängiger Melodien - und die Teenies dieser Welt bekommen weiche Knie. Bitte nicht falsch verstehen, aber schon viel zu viele Bands sind genau auf diesem Kahn aufgesprungen und dieser treibt schnell irgendwo im Nirgendwo des Atlantiks, doch weh tut die Mucke nicht. Mit ihrem Debut-Album „All Our Kings Are Dead“ machten sie allerdings einen gewaltigen Schritt nach vorn und stürzten nicht über die Reling, vielmehr konnte man von dem ollen Ruderboot auf eine kleine Jacht wechseln, um beim Bild zu bleiben. Die Charts in Großbritannien wurden auch geknackt, was aber auf dem Festland nicht immer ein Index für gute Musik darstellt.

So schipperten also die Inselbewohner quer über den Ärmelkanal und stöpselten wie in den anderen Locations auch ihre bratenden Gitarren in die Kölner Verstärker. Was sofort auffiel, war, dass Young Guns live viel härter zur Sache kommen und schnell die Grenze zum Core ankratzten, ohne aber Core zu sein. Nur der Frontmann Gustav kam nicht wirklich mit und hechelte stimmlich gegenüber den glatt produzierten CDs ein paar Seemeilen hinterher.

Support bei Danko Jones bedeutet natürlich auch, vor voller Hütte zu spielen. Die Kölner Live Music Hall war dieses Mal zwar nicht bis auf den allerletzten Platz gefüllt – dafür gab es aber dort wie immer durch den perfekten Sound eins auf die Lauscher und schon zu früher Stunde konnte man in den Menschenmassen keine Einzelpersonen mehr ausmachen. Nachdem das „Weiße Hai“-Intro verklungen war, schepperten sie auch schon mit dem von der EP bekannten Song „In The Night“ los und ein noch kleiner zusammen gequetschter Fantross tanzte sich die ersten Liter Achselschweiß heraus. Dieser Tross schwoll zunehmend zu einer größeren Schar an und den ersten richtigen Applaus konnte man sich ab „Sons Of Apathy“ auf den Notizzettel vermerken.
Young Guns merkten schnell, dass heute mehr drin war als nur warme Beifallsbekundungen und schon die Ansage, dass man mit „D.O.A.“ ihre schnellstes Stück spielen wolle, erzeugte in den vorderen Reihen gehörigen Enthusiasmus. Young Guns hatten schon einige Fans in Köln mit ins Boot geholt, das wurde zumindest im vorderen Drittel deutlich. Tanzende Leiber, zuckende Weiber, verzückte Männer – alles dabei.

„Wenn ihr noch einen Grund zum Headbangen braucht, dann könnt ihr das jetzt tun“ und nicht wenige tauchten ein die Welt der heftigen Nickbewegungen, unermüdlich angetrieben durch die britischen Jungsspunde. Lustig war, dass die mit einem lichten Oberlippenflaum bewehrten Boys von zahlreichen Teenies nachher am Merchstand förmlich angehimmelt wurden. Die werden noch ganz groß, das ist sicher. Auch wenn die Musik nicht immer ganz das Potential erahnen lässt.

Setlist:

In The Night
Elements
Sons Of Apathy
Winter Kiss
D.O.A. (Dead On Arrival)
Stitches
Weight Of The World
Daughter Of The Sea

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