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Danko Jones, '77, Dead Lord im Konzert (Den Haag, November 2015)

Danko in Bestform

Paard van Troje (übersetzt: Trojanisches Pferd) nennt sich die wohl bekannteste Konzertvenue in Den Haag. Zumindest was die Rock- und Metal-Szene angeht. Am Freitagabend waren Danko Jones, '77 und Dead Lord zu Gast – allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

Dead Lord

Große Leistungen ziehen große Erwartungen nach sich. Was Dead Lord angeht, haben sie im Hinblick auf die großen Leistungen immerhin schon einmal ihr neues Album „Heads Held High“ auf der Habenseite, welches im The-Pit-Review satte neun von zehn Punkten einfahren konnte. Im niederländischen Regierungssitz hat sich das allerdings noch nicht so wirklich rumgesprochen und so stehen zum Showbeginn gerade mal um die sechzig, relativ deplatziert wirkende Nasen vor der Bühne. Das ändert sich allerdings glücklicherweise relativ schnell und so ist der Saal bis zum Mittelteil der ca. 35-minütigen Show dann doch schon ganz gut gefüllt.

Alles andere wäre auch schade gewesen, immerhin zeigen sich die Skandinavier von Dead Lord bestens aufgelegt und können den guten Eindruck, den ihr jüngster Output gemacht hat, unter Livebedingungen dank ihrer überbordenden Spielfreude noch überbieten. Auf die Ohren gibt es dabei vier Songs des neuen Albums und drei vom Debütalbum, die allesamt eines gemeinsam haben: extrem geile Gitarrenriffs und Soli.

Sowohl Basser Martin als auch Drummer Adam machen zwar einen mehr als nur soliden Job, der Fokus liegt aber die gesamte Show über auf den beiden Gitarristen, die sich zwischendurch ein starkes Solobattle liefern und auch sonst absolut mit ihren Fertigkeiten punkten können. Wer auf geile Gitarrensoli steht, sollte die Band auf jeden Fall auschecken. Dead Lord können allerdings nicht nur gut Gitarre spielen, sie zeigen sich auch was die Publikumsinteraktion angeht erfahrener, als man vielleicht vom ersten Eindruck her erwartet hätte.

So gibt Sänger Hakim zahlreiche Ansagen, kündigt jeden der Songs mit Namen an und versucht das Publikum so gut es geht aufzuwärmen. Zwar zeigt sich der Großteil der Zuschauer zu früher Stunde noch eher zurückhaltend, kleine Tricks der Marke „das ist unser Drummer, wenn ihr mehr von ihm hören wollt, müsst ihr ihn schon freundlich bitten“, ziehen dann aber doch ganz gut. Vor allem, weil sich vor der Bühne ein kleiner Club echter Fans eingefunden hat, die die Band allem Anschein nach schon kennen und dann auch angemessen abzufeiern wissen. Schön ist auch die Ansage: „Seid ihr ein gebildetes Publikum? Also wisst ihr viel Zeug über viel Zeug? Über Atomkraftwerke in Finnland zum Beispiel? Davon handelt der nächste Song“ – der hört übrigens auf den Namen „Onkalo“.  

Dem ernsten Thema zum Trotz stehen aber auch hier die beiden Gitarristen Olle und eben Hakim im Vordergrund, wobei vor allem erstgenannter über die gesamte Show hinweg einen famosen Job macht. Geilere Soli als die vom bärtigen Skandinavier zumindest soll es an diesem Abend nicht mehr zu hören geben.

Setlist:

Strained Fools
Ruins
Because of Spite
No Regrets
Onkalo
When History Repeats Itself
Hammer To The Heart

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