Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dalmstock Open Air 2017

Klein, aber fein - mit guter Stimmung, guten Bands und guten Leuten

Trinity Site konnten auch als Opener schon Applaus sammeln (Photo: greymetalpix)

Zum Thema

Da begibt man sich auf das erste, wenn auch übersichtliche, Open Air Festival seit Jahren und es regnet seit Tagen wie aus Kübeln. Kein Problem, „Wacken 2“ darf auch gerne im Matsch stattfinden, treten doch am zweiten Tag des Dalmstock Open Air 2017 immerhin die Bayern Stonem auf, die bei der Schreiberin dieser Zeilen mittlerweile zu einer erklärten Lieblingsband aufgestiegen sind; noch weiter angereist sind die Ungarn Motherload. Da scheißt man gerne auf den Wettergott.

Tag eins war dann dank des Wetters auch eher übersichtlich besucht, ein Bericht entfällt aber nicht aufgrund von Starkregen, sondern wegen des zimperlichen Schichtdienstes. Bei einer nachmittäglichen Startzeit war damit zu rechnen, dass auch am zweiten Tag zu Beginn eher verhaltene Gästezahlen zu verzeichnen sind, beim Opener Trinity Site um 17:15 Uhr kann man die Männlein und Weiblein vor der Bühne dann auch wirklich an zwei Händen abzählen. Immerhin: Eine weitere Handvoll tummelt sich am Getränkestand, um sich mit den ersten Bieren und Pommes aufzuwärmen. Nebenbei bemerkt sind die Preise hier mehr als human, obwohl die Veranstalter sicherlich eher draufzahlen – bei Shirtpreisen von mageren zehn Euro kein Wunder. Dass die diesjährigen Shirts zwar das richtige Line-Up, aber das letztjährige Festivaldatum tragen, macht da gar nichts, sondern kommt eher als charmante Verpeiltheit rüber.

Immerhin: Der Vorverkauf lief dieses Jahr besser als noch 2016, wo übersichtliche 25 Persönchen im Vorfeld Interesse zeigten. Mit 65 Vorbestellungen dieses Jahr kann man schon mehr anfangen, und man darf hoffen, dass der Leutenbacher Acker sich 2018 exponentiell füllt.

Trinity Site

Egal wie groß oder klein das Festival, der Opener hat immer einen undankbaren Job. Die Würzburger Trinity Site versuchen das Beste draus zu machen und wecken mit knackigem Melo-Death zumindest schon mal die ersten müden Geister, da wird sogar der ein oder andere Headbanger gleich ein bisschen wacher, trotz viel Luft vor der Bühne. Derzeit haben die Herrschaften rund um Sänger Ronny Rocket (mir fallen auf Anhieb sowohl Glam- als auch Porno-Witze ein, ich beherrsche mich aber…) mit „After The Sun“ ihr Debüt-Full-Length draußen, das entsprechend vorwiegend in der Setlist bearbeitet wird.  Überhaupt stehen gerade mal drei Tracks auf dem Plan, die von der 2012 EP „Ex Inferis“, damals noch mit anderem Sänger, stammen – der Rest ist quasi brandaktuelles Material.

Optisch kann man schon mal nicht meckern, kommen die Herrschaften doch in schniekem Partnerlook mit schwarzen Hemden daher, Ronny muss natürlich als Sänger mit wenn auch nicht schuss-, doch zumindest mit stichsicherer Weste auftrumpfen, das Gesamtbild passt aber bei den Franken, zumal die Saitenfraktion auch mit hübschen mattschwarzen Instrumenten ausgestattet ist (nur die Ersatzklampfe glänzt einsam vor sich hin – ja, Jungs, das fällt auf; derart aufgehübscht kann gleich mit „Beyond The Rim“ losgelegt werden, das die verhangene Wettersituation mit seinen düsteren Melodien ziemlich gut unterstreicht.

Überhaupt orientiert die Truppe sich eher an skandinavischen Vorbildern, entsprechend findet sich hier kaum optimistische Tanzmusik, sondern solch finstere und überraschen rasante Kracher wie „March Of The Condemned“, das zwischendurch fast schwarzmetallische Gitarren mitbringt; auch das Publikum scheint angenehm überrascht, man traut sich minimal weiter nach vorne, übersichtlich bleibt es aber leider trotz gelungenem Finale mit dem absoluten Abräumer „Shadow Aspect“.

Setlist:

Beyond The Rim
Omnicide
Rope Of Sand
March Of The Condemned
Ex Inferis
Something Is Living Under My Skin
Lost Colony
Revenants
Shadow Aspect

Seite
comments powered by Disqus

Vigilance, Erazor & Spiker im Konzert (Essen, Oktober 2017)

„Bisschen Bier, bisschen Headbangen, bisschen Metal“

Insgesamt gelungener Tourauftakt im verregneten Hamburg