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Custard, Erick Avila, Skadika im Konzert (Oberhausen, Juni 2013)

Gelunge Mischung für den anspruchsvollen Metal-Fan

Ein Abend in der Helvete mit internationalem Flair, nur ohne Black oder Death Metal, das hat Seltenheitswert. Mit Custard stellt sich ein Lokalmatador aus Herne vor, den Supportposten übernehmen die aus Hürth angereisten Skadika. Mittendrin im musikalischen Sandwich kredenzt der chilenische Ausnahmegitarrist Erick Avila gefühlvolle Rockinterpretationen fernab der schnell üblichen (üblich schnellen) Griffbrettwichserei.

Skadika

Auch wenn der Konzertbeginn schon auf kurz vor 21:00 Uhr verschoben wird, mag sich die Helvete am heutigen lauschigen Sommerabend nicht recht füllen. Mit den ersten Klängen stehen gerade acht Leutchen vor der Bühne. Weiter hinten sind noch ein paar Gestalten im Raum, aber mehr als 20 werden es dadurch auch nicht.

Während des Intros steht die Band mit dem Gesicht zum Drumkit. Ein kurzer optischer Check der Schrauben an den Axtköpfen wirft die Frage auf: Wie, kein Bass dabei? Die Antwort wird mit den ersten Gitarrentönen schnell gegeben: Der Bass hat heute die meisten Saiten (sieben an der Zahl) und im Verlauf des Gigs wird klar: Der Mann am Bass weiß die auch durchaus zu benutzen; die Spuren sind durchaus komplex.

Die ersten beiden Songs werden direkt durchgezockt, dann die Ansage von Jule: „Wir sind Skadika aus Köln. Schön, dass der Laden nicht ganz leer ist.“
In der Folge beschränkt sich Jule auf das Ansagen der Titel, die dann rasch aufeinanderfolgend durchgespielt werden. Nur zu „Frost“ gibt es die Erläuterung, dass der Song eigentlich aus der Schaffensperiode der ersten CD sei, er es aber erst auf die aktuelle CD geschafft habe und dort somit der einzige deutsche Titel ist.

Für „The Hero Way“ wird ein Gitarrenwechsel benötigt. Die somit längere Pause überbrückt Drummer Philipp mit einem ausgewachsenen Schießbudensolo.
Der Rücktausch erfolgt rascher und ohne virtuose Einlage. Zum Schluss gibt es neben dem obligatorischen „Viel Spaß noch mit den weiteren Bands“ noch den Dank an Aushilfsgitarristen Tobias von den Progressive-Melo-Deathern Leviathan, der auch powermetallisch eine gute Figur gemacht hat.

Skadika bezeichnen sich ja selbst als Symphonic Metaller. In der Tat kommen sie den Abend auf der Bühne eher als Power Metaller durch, wobei u. a. die Keyboard-Parts aus der Konserve stammen. Ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, wenn bei längeren Keyboardpassagen lediglich der Bass leicht mitzupft und die Gitarren arbeitslos stillstehen. Nach gut 40 Minuten geht letztlich ein kurzweiliger Auftritt zu Ende, von dem man sich wünscht, dass dem mehr Zuschauer gefrönt hätten.

Setlist:

Trapped
Frozen Legends
Runes On My Skin
Avalon
Frost
The Hero Way
Cold Heart
Dark Circus

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