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Coogans Bluff, Bandito & Tank86 im Konzert (Essen, Juni 2015)

Gute Musik zieht nicht zwangsläufig viel Publikum

Kurzweilige Dreiviertelstunde beim Opener Tank86

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Freitagabend im Panic Room, kleine Location, mehr als 150 passen wohl nicht rein, wenn überhaupt, aber heute muss man sich da wohl leider keine Gedanken über Platzmangel machen, denn vielleicht 40 zahlende Gäste lassen sich im Essener Club blicken. Schade irgendwie, denn die drei Protagonisten Tank86, Bandito und Coogans Bluff haben durchweg mehr Publikum verdient. Diejenigen aber, die vor Ort sind, können so von einer intimen, gar exklusiven Show schwärmen.

Tank86

Die holländischen Instrumentalstonerrocker Tank86 eröffnen also den Abend und sehen sich einer sehr übersichtlichen Gästeschar gegenüber, was sich war innerhalb des Sets dann doch noch etwas zum Positiven wandelt, unterm Strich aber nicht wirklich ausreicht, um als befriedigend durchzugehen.

Anfang des Jahres hatten Tank86 noch mit „Obey“ ihren zweiten Longplayer veröffentlicht, der heute dann auch komplett im Fokus steht und bis auf die Nummer „Conquistador“ vollends zum Zuge kommt, nur kurz vor Schluss durch „Barrosphere“ vom seinerzeitigen Debüt „Rise“ aus dem Jahre 2011 unterbrochen.

Gut eine Dreiviertelstunde ist für den Opener eingeplant, und kommt unter den 20 Anwesenden ein Hauch von Zweifel auf, dass doch instrumentale Stonermucke auf Dauer wenig abwechslungsreich sei, so kann man am Ende der Spielzeit sagen: Die Zeit ist überraschend schnell vorübergegangen. Da passt es natürlich ganz gut, dass die Holländer auch mal gerne ein paar Nummern durchzocken, zumal sie sonst auch nichts zu sagen haben und die Songpausen allemal dafür nutzen, um die Instrumente zu stimmen.

Etwas aus dem Rahmen fällt Bassist Jochum, der gleich von Beginn an breitbeinig ein ganzes Repertoire an Posingmoves abruft und so seine Mitstreiter zumindest showtechnisch ein wenig in den Schatten stellt, auch wenn er selbst lieber fernab der schmalen Lichtkegel agiert. Ab „Void“ kommt dann auch ein bisschen Bewegung im Publikum auf, ein paar zarte Nicker und sanfte Tanzbewegungen, mehr halt nicht, aber auch irgendwie der Musik angepasst. Am Ende sind die Anwesenden sogar mit ein paar Zugabe-Rufen dabei, was dann doch überrascht, aber wegen des Zeitablaufs nicht umgesetzt werden kann.

Setlist:

Tarhunt
Vault
Revolt
Void
Gilgamesh
Obey
Barrosphere
Piledriver

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