Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Coldrain, Wage War & Counting Days im Konzert (Köln, Mai 2016)

Coldrain krönen ihre verdiente Headlinershow mit einer mitreißenden Performance

Fronter Briton gibt alles was er hat

Zum Thema

Stolz darauf, dass das Verpassen der ersten Band so langsam zur Gewohnheit wird, bin ich mit Sicherheit nicht. Was will man aber auch machen, wenn der Opener sein Set pünktlich zum offiziellen Veranstaltungsbeginn beendet und dem nicht überpünktlichen Fan allein die letzten beiden Songs bleiben? (Dass diese Unsitte mit dem Früher-Anfangen nicht endlich aufhört, ist eine solch unglaubliche Frechheit, was soll das bloß? – Anm.d.Red.) Wie dem auch sei, zumindest der Band schadet der frühe Beginn an diesem Abend nicht. Das Luxor ist schon ordentlich gefüllt und Counting Days machen einen guten Job darin, die Menge auf Betriebstemperatur zu bringen. Was einem beim Eintritt in den Club aus den Boxen entgegen dröhnt, ist solider Metalcore, der unweigerlich Bewegung ins Publikum bringt. Da jede weitere Analyse aufgrund des kurzen Eindruckes überzogen wäre, machen wir dennoch gleich weiter mit dem zweiten Supporting Act:

Wage War

Stilistisch nicht allzu weit von ihren Vorgängern entfernt, sehen sich die fünf Amis von Beginn der Show an einem dankbaren Publikum gegenüber. Dementsprechend lässt dann auch schon der Opener „Hollow“ den Funken überspringen, wenn auch logischerweise noch eher verhalten im Vergleich zu dem was später noch kommen soll. Dennoch, die Spielfreude der Jungs, allen voran des aktiven Fronters, steckt an und gibt der ohnehin schon drückenden Mucke den letzten Kick.

Mit „Alive“ und „Desperate“ schiebt das Quartett dann auch gleich zwei starke Nummern hinterher – generell geht es bei Wage War nochmal ein gutes Stück härter zu als beim zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Headliner. Einzig der Sound bereitet ein paar Probleme. Zum einen, da das Luxor alles andere als akustisch optimal gebaut ist, und zum anderen, da viele Feinheiten im brutalen Gemenge untergehen.

Wirklich schlimm ist das aber nicht, Wage War kommen ohnehin mehr über ihre Energie als feinfühliges Instrumentalgefrickel, und allzu viel Interesse für letzteres besteht im Publikum wohl sowieso nicht. Nach „The River“ gibt es dann das standardmäßige Danke an die Fans, sowie ein Lob für Counting Days. Schluss ist zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Stattdessen fordert Fronter Briton die Fans für das folgende „Enemy“ auf, noch einmal näher zu kommen und am besten über die Barriere zu klettern. Ganz so viel Euphorie herrscht dann aber doch nicht vor der Bühne.

Geheadbangt und sanft gepogt wird trotzdem genug und so kommt die Show zwei Nummern später mit „Twenty One“ auch ohne die totale Eskalation vor der Bühne zu einem guten Ende. Alles in allem können sich Wage War an diesem Abend zufrieden selbst auf die Schulter klopfen. Immerhin haben die Jungs das Publikum mit ihrer Spielfreude und Energie gut aufgewärmt und trotz eher unterdurchschnittlichem Sound einen guten Eindruck hinterlassen.

Setlist:

Hollow
Alive
Desperate
Blueprints
The River
Enemy
Youngblood
Twenty One

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna