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Cock Sparrer & This Means War im Konzert (Leipzig, Oktober 2018)

Ein denkwürdiger Abend

Beste Laune herrscht bei Cock Sparrer

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Cock Sparrer

Der Klub ist gut vorgeheizt, nun heißt es noch schnell auftanken und sich schleunigst einen guten Platz suchen. Die erste Reihe ist immerhin schon mit Eintritt der Umbaupause voll besetzt, langweilig wird die Pause aber mitnichten, allein die Arbeiten vom Roadie sind ein echter Hingucker. Der hinterlässt zumindest den Eindruck, schon immer mit der Band unterwegs zu sein. Einstellungen der Mikros oder die richtigen Abstände werden mittels eigener Körpergröße oder einem umherschweifenden Arm erledigt. Die Bühne scheint also optimal präpariert, die Zuschauer sowieso und damit kann das Konzert endlich starten.

Zum Intro, welches mit „Us Against The World“ schon mal perfekt ausgewählt ist, fliegen Lichtkegel über die Bühne und die Mitglieder von Cock Sparrer werden mit lautem Gejohle begrüßt. Schon heißt es aus allen Kehlen „Arm in Arm Together“ und wenn schon ein Einmarsch so euphorisch abgefeiert wird, kann man sich in etwa vorstellen, was dies für den Auftakt mit „Riot Squad“ bedeutet: Der Klub scheint nun komplett auseinanderbersten zu wollen. Eine völlig ausrastende Menge schiebt gen Bühne, wogt umher, grölt voller Inbrunst mit und selbst das Bier verlässt den angestammten Platz in der Flasche, um nun über den Köpfen umher zu tanzen. Also schlechte Stimmung sieht tatsächlich anders aus! Und damit sich dies nicht ändert, schieben die Briten gleich die nächsten Titel nach, bekannt sind diese allesamt, zumal die Band eh nicht unbedingt zu den veröffentlichungsfreudigsten Formationen zählt. Zudem sind sie eben von einer unglaublichen Eingängigkeit und treibenden Melodik geprägt, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Ob „Teenage Heart“ oder „Secret Army“, die Songs werden ein ums andere Mal abgefeiert, wer hier allerdings denkt, dass die Punk-Veteranen eine ruhige Kugel schieben und das Feiern lieber den Zuschauern überlassen, hat sich jedoch scharf geschnitten. Ansagen gibt es zwar nur in Kurzform, dafür steht den Herren aber die Spielfreude ins Gesicht geschrieben und man schiebt auch noch mit einer ordentlichen Kante über die Bretter. Colin McFaull beweist sich nicht nur als stimmgewaltiger Frontmann, sondert schüttelt zwischendurch auch mal Hände oder hilft verunglückten Crowdsurfern schon mal wieder auf die Beine. Nebenbei gibt es immer wieder ein paar Späßchen miteinander oder eben mit dem Publikum, was den Klub natürlich weiter unter Volldampf stehen lässt.

„Suicide Girls“ knallt in die Hütte, die Arme gehen hoch und der Text fliegt direkt wieder zurück. Ein ähnlicher Selbstläufer ist „Take 'em All“, der über weite Strecken gleich mal den Zuschauern überlassen wird, allerdings schon den vorletzten Titel markiert. Mit „Where Are They Now?“ verabschiedet sich der Fünfer, zumindest für ein paar Minuten. „Argy Bargy“ gibt dem Festival der guten Laune schließlich eine Fortsetzung und dass ein Klassiker wie „England Belongs to Me“ nochmal für einen richtig Push sorgt, ist eigentlich auch klar.

„We're Coming Back“ setzt schließlich den Schlusspunkt unter einem sensationellen Abend, bei dem man nur hoffen kann, dass der Song ein tatsächliches Versprechen darstellt. Ein letztes Mal fliegen nun die Arme hoch und dürfen auch nach dem letzten Ton dortbleiben, immerhin lässt es sich Gitarrist Micky Beaufoy nicht nehmen, noch eine Ehrenrunde als Stagediver zu drehen. Respekt und ein innerlicher Kniefall vor allen Anwesenden, dies war wirklich großes Kino.

Setlist:

Intro
Riot Squad
Watch Your Back
Working
One By One
Teenage Heart
What's It Like to Be Old
Contender
Nothing Like You
Secret Army
Tough Guys
Get A Rope
A.U.
Suicide Girls
Gonna Be Alright
Running Riot
I Got Your Number
Because You're Young
Take 'em All
Where Are They Now?

Argy Bargy
England Belongs to Me
We're Coming Back

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