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Cock Sparrer & This Means War im Konzert (Leipzig, Oktober 2018)

Ein denkwürdiger Abend

Mit This Means War gibt es einen energetischen Auftakt

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Cock Sparrer zählen nicht nur zu einer der ersten Oi!-Punk-Bands, sondern haben sich im Laufe der vier Jahrzehnte zu einer wahren Institution entwickelt. Sie selbst bezeichneten ihren Stil einmal als Pub-Rock und tatsächlich möchte man dies gar als treffender ansehen, doch egal wie man es nun bezeichnet, vor allem ist die Band durch bierselige Konzertausschweifungen bekannt.

Damit wundert es also nicht, dass das Leipziger Conne Island schon seit Wochen ausverkauft ist. Zugleich passt es wunderbar in die „Back To The Club“-Thematik der Tour und die Betreiber des Klubs sind offensichtlich auch mehr als angetan, dass sie als Location mit an Bord sind. Immerhin lässt man die Band mittels eines Banners wissen, wie sehr man sie doch liebt.

Von ausverkauftem Haus merkt man anfangs trotzdem nicht viel und der Support

This Means War

tut tatsächlich gut daran, seinen Start um eine halbe Stunde nach hinten zu verschieben. So ist das Conne Island immerhin halbwegs gefüllt, wobei man sich immer noch genug Platz für einen gewissen Sicherheitsabstand nehmen kann. Dafür kann die Band, welche sich unter anderem aus Mitgliedern von Discipline und Convict zusammensetzt und gerade mal eine Debüt-EP zu bieten hat, sich eines festen Fanstammes erfreuen. Am äußeren Bühnenrand macht dieser sich zum Auftakt mit „Sailing Anarchy“ lautstark bemerkbar und wird mittels Handschlags direkt von der Formation begrüßt. Schon der benannte Titel lässt einen Ausblick auf die nächste halbe Stunde zu: Hier wird eingängiger Street-Punk geboten, der direkt in die Glieder geht.

Damit dauert es nicht allzu lange, dass auch die Zuschauer etwas nach vorn rutschen und mitwippen. This Means War tun ihr übriges dazu, dass die Stimmung weiter angefeuert wird, allein ihr charismatischer Frontmann Bert Van Dyck ist über die gesamte Show eine Augenweide und durch nichts zu stoppen. Gitarrist Robbie lässt keine Grimasse aus und Neuzugang Dave Moors beackert so ziemlich jeden Zentimeter der Bühne. Für ausreichend Bewegung ist somit gesorgt und die Songs sind dermaßen eingängig, dass bei dem einen oder anderen Refrain gar mitgegrölt wird. Sollte dies nicht hinhauen, hat man immerhin noch die eigens angereisten Fans, denen man mal das Mikro vor die Nase halten kann.

Bert Van Dyck lässt es sich schließlich nicht nehmen, den heiligen Boden des Conne Island zu küssen, Titel wie „Pressure“ oder „Greed Is Out“ laden schließlich gar noch zum Pogen ein, Applaus gibt es sowieso bis zum Anschlag und so kann der „Punk From The Lowlands“ die Zuschauer gut vorgeheizt an Cock Sparrer übergeben. Natürlich tut man dies nicht ohne ein Abschiedsständchen, welches mit „Use It Up” über die Bühne geht und gar noch eine fette Hardcore-Breitseite zu bieten hat. Starker Auftakt in den Abend, bei dem This Means War mit Sicherheit einige neue Fans gefunden haben dürften.

Setlist:

Sailing Anarchy
Those Where The Days
Off With Their Heads
Pressure
I Found The One
Why We Fight
Greed Is Out
Cut The Hand That Feeds
Use It Up

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