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Clutch & Jesus Chrüsler Supercar im Konzert (Bochum, August 2016)

Psychische Kriegsführung in der Sauna Zeche Bochum

Bringen die Meute schon ordentlich auf Trab: Jesus Chrüsler Supercar

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Clutch

Wenn schon kein Crowdsurfen, dann wenigstens ordentlich im Moshpit Gas geben, werden sich wohl die Fans gedacht haben, die bis auf wenige Ausnahmen heute bei nahezu jedem Song per Rempeltanz die Luftfeuchtigkeit in die Höhe schrauben. Clutch kommen, spielen und siegen, manchmal kann es so einfach sein, und schon ist auch die wenig entspannte Ansage zur Lufthoheit schon vergessen.

Auf der Setlist gibt es ja keine großen Überraschungen, zumindest für alle, die auf Facebook unterwegs sind, postet die Truppe doch dort regelmäßig, was sie welchen Abend gespielt hat – lediglich die Reihenfolge variiert dabei. Was die US-Truppe natürlich wie gewohnt auszeichnet, ist das mühelose Zusammenspiel diverser Musikgenres, die live eine unglaubliche Energie entfachen, sodass die Menge in der Zeche einfach nur brodelt, massiv nach vorne schiebt, sodass zwischendurch auch mal ein Securityblick ein wenig maßregeln muss.

Pausen sind heute so gut wie gar nicht vorhanden, selbst die kurzen Überbrückungen, wenn der sehr aktive Frontmann Neil Fallon zu seiner Klampfe, Mundharmonika oder Kuhglocke greift, sind wie gewohnt sehr kurz. Im Gegensatz zu dem sehr aktiven Frontmann wirken die Gitarrist Tim Sult und Bassist Dan Maines regelrecht introvertiert, zutiefst im Spiel vertieft ohne einen Blick auf die sonstige Außenwirkung. Und auch wie gewohnt ist einmal mehr das so leicht aussehende, aber umso mit zahlreichen Fills kompliziertere Drumming von Jean Paul Gaster, der zwischendurch sogar zum kurzen Drumsolo ansetzen darf.

„Vielen Dank, ihr seid fantastisch“ - upps, hat da wirklich Neil kurz vor Schluss das Wort direkt an die Fans gewendet, hatte er doch vorher lieber auf intensive Gestik und viel Blickkontakt gesetzt. Die Fans im immer wieder üppigen Moshpit dürften das kaum mitbekommen, sind sie eben mit sich selbst beschäftigt, finden dann aber trotzdem immer wieder Zeit für einen Blick gen Bühne, um nicht die nächste Mitklatschphase zu verpassen, was dann Neil auch nur kurz andeuten muss – da frisst die Meute dem Frontmann eindeutig aus den Flossen. Große Überraschungen bleiben aus, wie zu erwarten, doch die Mucke des Quartetts allein reicht halt aus, um den geschätzten 550 Gästen einen schweißtreibenden Abend zu bescheren. Und genau darum geht es doch dann auch (nur). Und mit zwei Songs in der Verlängerung kann man dann auch nicht mehr in der Beschwerdenkiste herumkramen.

Setlist:

Texan Book Of The Dead
The House That Peterbilt
Who Wants To Rock?
X-Ray Visions
Firebirds!
Sea Of Destruction
Gravel Road
Earth Rocker
Unto The Breach
DC Sound Attack!
Passive Restraints
The Regulator
The Soapmakers
The Face
Noble Savage
A Quick Death In Texas
------------------
Electric Worry
The Wolf Man Kindly Requests...

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