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Clutch & Jesus Chrüsler Supercar im Konzert (Bochum, August 2016)

Psychische Kriegsführung in der Sauna Zeche Bochum

Rock'n'Roll und Bier, ein vielleicht etwas zu unentspannter Headliner Clutch (oder doch eher das Management; Anm. d. Red.), der gleich mal das Crowdsurfen verbieten lässt und unmissverständlich jede Missachtung mit einem Rauswurf ahnden will, volle Zeche zu Saunatemperaturen und trotzdem gute Stimmung bei geschätzten 550 Fans – ein Abend also, wie es einmal mehr als rundum gelungen bezeichnet werden kann. Und so verlassen dann alle mit einem breiten Grinsen clutchnass den Club (das musste jetzt sein; Anm. des Verfassers).

An der guten Stimmung hat dann auch der Support

Jesus Chrüsler Supercar

einen nicht unbeträchtlichen Anteil. Wer? Jesus Chrüsler Supercar? Nie gehört, so zumindest das Fazit, welches dann heute gleich mal eliminiert wird. Zumindest die Dong Open Air 2016-BesucherInnen sollten sich schon von der schweißtreibenden Show der Schweden, die im März dieses Jahres mit „35 Supersonic“ ihren zweiten Full-Length-Player veröffentlichten und heute Abend ihren achten Gig in Deutschland spielen – so zumindest lässt es Frontmann Robban später wissen – kennen.

Ansonsten scheint der Kerl keinen Bock auf Ansagen zu haben, werden diese doch immer wieder von Gitarrist Christopher, der des öfteren auch mal kurzzeitig eine „Auszeit“ und dann einen großen Schluck aus der Weinpulle nimmt, übernommen. „Hey, wir sind Jesus Chrüsler Supercar und kommen aus Schweden“, stellt Christopher das Qartett vor – ja ja, die Sverige-Herren haben sich seit dem Dong mit Aushilfsklampfer Peter Hansson verstärkt, der ansonsten ja auch mit Christopher zusammen bei Assblaster aktiv ist.

Das Publikum ist heute schnell bei der Sache, der mehr als ordentliche Applaus nach dem ersten Doppelpack überrascht ein wenig, auf der anderen Seite bestätigen die Schweden einmal mehr, dass sie es regelmäßig verstehen, ausreichend Rotz ihrem Stoner-Rock-Metal-Gemisch unterzurühren. „Ich hoffe, ihr habt eine tolle Zeit?“ greift Christopher die positive Stimmung auf, erntet erst übersichtliches, nach nochmaligem Nachhaken aber erweitertes Gejohle, und während bei „Killing Machine“ Peter zu einem längeren Wah-Wah-Solo ansetzt, da klinkt sich Christopher erst einmal ganz nach dem Motto „lass den mal machen“ aus und widmet sich locker seinem Weißwein.

Der Merch-Hinweis und das sie auch ein paar LPs mit am Start haben, kommt vor „Let It Roll“ schon fast schüchtern rüber, dafür haben sie aber keinen Grund, rocken sie doch so bockstark, dass immer mehr der Anwesenden mit tanzendem Wiegeschritt und nickenden Köpfen den sehr guten Applaus bestätigen. „I hope, you enjoyed yourself“ haut kurz vor Schluss Christopher noch in die Runde, die Gäste steigen mit engagiertem Mitklatschen beim nach der Band benannten „Jesus Chrüsler Supercar“ ein - und ja, die Herkunft des Namens bezieht sich ganz bewusst auf die Rockoper – und auch beim Rausschmeißer zeichnet sich ein ordentlich positives Bild. Das merkt man dann nachher am Merchstand, wo das Quartett für Erinnerungsfotos und Autogramme komplett parat steht. Toller Auftakt, von Jesus Chrüsler Supercar wird man trotz des sperrigen Namens wohl noch öfter hören.

Setlist:

Intro
From Hell
Backfire
Death Row Blues
I Can Get It
Creamdeath
Killing Machine
Down, Down, Down
Let It Roll
Digging My Grave
Death Street 16
Eternitys Cold Black Night
Jesus Chrüsler Supercar
Before I Turn You Down

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