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Christmas Metal Festival 2011 Lichtenfels

Eine große Bühne und ein brillanter Sound erfreuen die Fans

Lizzy Borden lieferten coolen Schockrock am frühen Nachmittag

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Das Christmas Metal Festival hat sich ja, wie berichtet, von einer Eintagesveranstaltung zu zwei Festivals mit jeweils zwei Spieltagen entwickelt. Das war ein sehr gewagter Schritt von Seiten der Veranstalter, die übrigens auch das Rock In Concert Open Air in Weismain veranstaltet hatten. Das erste der beiden Festivals findet in Lichtenfels statt. Die Stadthalle war schon früher Austragungsort für das Christmas Metal Festival. Neu ist die wirklich riesige Bühne, die in die Halle gezimmert wurde. 

Die Tickets waren preislich nicht gerade im unteren Bereich angesiedelt, doch dafür liest sich die Running Order wie ein Who is Who der Szenegrößen. Die große Menge hochkarätiger Bands will auch mit entsprechender Spielzeit versehen werden, und so kommt es, dass die ersten Bands am Freitag und am Samstag sehr früh spielen, eigentlich zu früh, denn wer am Freitag Abend bis weit nach Mitternacht gefeiert hat, der ist am Samstag in der Regel nicht schon wieder um zehn Uhr morgens fit. Dementsprechend schwach waren dann logischerweise auch die Besucherzahlen zur Mittagszeit. Dafür füllte sich die Halle vor allem am Freitag recht zügig und schon bei Destruction haben sich viele Anhänger der harten Kunst in der Halle eingefunden.

Organisatorisch wurde das Event im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessert. Die Auswahl an Essensständen wurde vergrößert und die Abendkasse wurde vor die Halle in ein Zelt verlegt. Die Essenspreise waren im erträglichen Rahmen, beim Bier war der Preis mit drei Euro für 0,4 Liter an der oberen Schmerzgrenze. 

In der Vorhalle war wie im letzten Jahr auch zum großen Teil das Merchandise aufgebaut. Eine interessante Auswahl an CDs, Schallplatten, jeder Menge Kleidung und sonstigem Krimskrams wurde dort angeboten. Auch als Refugium, wenn es in der Halle zu laut war, wurde dieser Abschnitt der Halle gerne genutzt. Hier wurde gern gestöbert und gefachsimpelt, während sich nebenan die Bands auf der Bühne zeigten.

Lizzy Borden

Die Amerikaner Lizzy Borden sind nach Deutschland gereist, um ihre Fans das Fürchten zu lehren. Die Schockrocker treiben nunmehr seit zwanzig Jahren ihr Unwesen und sind heute nach Lichtenfels gekommen. Nach einem etwas verspäteten Soundcheck startet die Band dann aber recht zügig und kann gleich ab dem ersten Lied die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich ziehen. „Abnormal“ vom 2007 erschienenen Album „Appointment With Death“ rockt gleich voll los und Frontmann Lizzy erscheint auf der Bühne in einem schwarzen Kapuzengewand mit verhülltem Gesicht und mit insektenähnlichen, hell weiß leuchtenden, „Augen“ auf der Stirn. Ein Auftreten ganz im Stile der Band also. 

Bereits bei „Tomorrow Never Comes“ geht im Publikum schon mächtig der Punk ab. Eigentlich ein Wahnsinn, wenn man die frühe Uhrzeit bedenkt. Der rockige Song schafft es mit Leichtigkeit, die Menschen mitzureißen. Lizzy ist stimmlich fit, die Band spielt astrein und präsentiert sich recht bewegungsfreudig. Und auch der Sound in der Halle ist bewundernswert gut. Die Anlage, die auf der Bühne verbaut wurde, hat definitiv Potential, was noch vielen Bands zugute kommen wird. 

Lizzy kleidet sich mehrmals während des Sets um, vom Kuttengewand zu Beginn wandelt er sich bis zum Rockeroutfit mit schwarz-roter Lederjacke. Natürlich gibt es auch Kunstbluteinlagen und eine Knutscherei mit einem Totenschädel. Das alleine beschreibt aber nicht die Faszination der Band. 

Nach „Notorious“ zaubert dann Basser Marten Anderson noch ein fettes Solo inklusive einer „Jingle Bells“ – Einlage aufs Parkett. Eine saubere Vorstellung. Die Amis liefern eine lupenreine Schock-Rock Vorstellung ab und werden dafür gebührend gefeiert. Völlig zu Recht. Einzig und alleine die Tatsache, dass den Zuschauern Blut ins Gesicht geschmiert wird, finden nicht alle Konzertbesucher als so prickelnd, vielleicht muss das ja auch gar nicht sein.

Setlist:

  • 1. Abnormal 
  • 2. Tomorrow Never Comes 
  • 3. Red Run 
  • 4. Rod Of Iron 
  • 5. Live Forever 
  • 6. Medley 
  • 7. Den Of Thieves 
  • 8. Roll Over And Play Dead 
  • 9. Hell Is For Heroes 
  • 10. Notorious 
  • 11. We Only Come Out At Night 
  • 12. There Will Be Blood Tonight 
  • 13. Me Against The World 
  • 14. American Metal 
  • 15. Somethin's Crawling
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