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Children Of Bodom, Insomnium, Medeia im Konzert (Hamburg, September 2013)

Ein fucking geiler Abend trotz langweiliger erster Band

Insomnium

Als zwanzig Minuten später Insomnium den Ort des Geschehens betreten und mit dem Doppelschlag „Inertia“/ „Through The Shadows“ aus ihrer aktuellen Langrille starten, darf man sich darüber freuen, dass nun endlich so etwas wie Musik gespielt wird. Bei den Finnen geben sich große, melancholische Melodien und epische Soundscapes, gemischt mit wechselndem Gesang zwischen den Growls von Bassist Niilo Sevänen und den cleanen Vocals von Gitarrist Ville Friman, die Klinke in die Hand – ein Mix, der auch auf der Bühne sehr gut funktioniert, wenngleich es natürlich schade ist, dass die sporadischen Keyboardsequenzen alle vom Band kommen müssen. Da Kollege Aleksi Munter anscheinend nicht zur Verfügung stand, hätte man ja auch die Tastendrückerin von Medeia fragen können – bei denen hatte sie schließlich eh nichts zu tun.

Wie dem auch sei: Der Sound ist wesentlich erträglicher geworden und vor allem nicht mehr so übertrieben laut, und der Saal hat sich noch mal um einiges deutlicher gefüllt. Die Finnen können sich über mangelnde Resonanz also nicht beklagen; sie werden gefeiert wie ein Headliner und sehen beim finalen „Mortal Share“ vor der Bühne sogar einen Moshpit toben. Allerdings hat man nach immerhin fünf Studioalben natürlich auch eine gute Fanbase um sich geschart; bei dieser talentierten Kapelle hat man dennoch stets das Gefühl, dass da noch mehr geht und sie nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient hätte. Allein diese nahezu omnipräsenten wabernden Gitarren, ein besonderes Trademark des Quartetts, erzeugen immer wieder Gänsehaut – an die dichte Atmosphäre von Insomnium kommt nicht jeder heran.  

Von den erwähnten fünf Alben kommt erwartungsgemäß die aktuelle Platte am deutlichsten zum Zug, bei einer Dreiviertelstunde Spielzeit bestehen allerdings auch nicht unbedingt sonderlich große Auswahlmöglichkeiten, sodass die ersten beiden Scheiben komplett unter den Tisch fallen. Dafür stellen die Jungs mit „Ephemeral“ den Titeltrack ihrer brandneuen EP vor und weisen darauf hin, dass man diese EP am Merchstand erwerben kann und sogar gratis bekommt, sofern man zwei Alben kauft. Eine durchaus faire Geste – wie viele Leute am Ende tatsächlich eine Kurzrille umsonst mitgenommen haben, ist aber leider nicht bekannt.
 
Setlist (ohne Gewähr):

Inertia
Through The Shadows
Only One Who Waits
Down With The Sun
The Killjoy
Unsung
Ephemeral
One For Sorrow
Mortal Share

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