Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Cenotaph & Phobiatic im Konzert (Oberhausen, August 2017)

Schallende Ohrfeige für den Underground-Support

Es sind diese Abende, wo man mit den Bands mitleidet, sich mehr denn je solidarisiert und sich fragt: Wie lange kann das noch gut gehen? Persönlich ärgert man sich zwar noch, dass man aus beruflichen Gründen nicht pünktlich zum Einlass vor Ort ist und Trennjaeger um kurz vor acht schon längst beim Eintreffen im Finale ihres Sets stecken – zwei Songs sind dann doch zu wenig für eine qualifizierte Berichterstattung, für ein paar Bilder – schade, dass sie fast ausschließlich im Dunkeln spielen – reicht es dann doch noch.

Viel ärgerlicher und quasi eine schallende Ohrfeige für den heimischen Support von Undergroundbands ist aber der Umstand, dass sich am Ende vielleicht zehn (!!) Gäste diesen Donnerstagabend ins Helvete einfinden, um die Tech Deather Phobiatic und die Brutal Deather Cenotaph abzufeiern – da darf man sich schon angesichts der weiteren Konzertdichte in den nächsten Wochen und Monaten die Frage stellen, welche Shows vielleicht noch abkacken werden...

Phobiatic

Die Essener Tech Deather Phobiatic nehmen den „Proberaum-Gig“ dann auch entsprechend mit Humor, wie man an Sebastians Ansage „Kommt nach vorn, eins, zwei, ganz viele“ direkt nach dem Opener „Refuse Obedience“ - noch aus Debützeiten – heraushören kann. Nutzt ja nichts, auch wenn es bitter ist, hier gilt es durchzuziehen, was sie dann auch gnadenlos machen und eine brutale Perle nach der anderen in den leeren Club pfeffern. „Hat ein bisschen was von einer Proberaumparty“, bringt es dann später Sebastian auch unter Applaus auf den Punkt.

Im mehr als spärlichen Bühnenlicht, wo die Vier immer wieder im blitzenden Gewitter schemenhaft auftauchen, kommen natürlich die grüne Klampfe von Saitenhexer Robert und auch die grünen Bassseiten von Chris bestens zur Geltung und werden von Sebastian gleich mit einem „Achtziger Jahre-Style“ geadelt. Ansonsten steht natürlich der musikalische Mix aus allen drei Longplayern im Vordergrund, die eindringlich mit Schmackes aus den Boxen wuchten, und auch wenn es heute ein eher hehres Ziel ist, weist Sebastian auf den Merchstand hin – Rekorde wie noch vor sechs Wochen beim Turock Sommerfest werden sie heute allerdings nicht erzielen.

„Habt ihr noch Bock? Seid ihr noch dabei?“, will Sebastian von den zwei Hand voll Menschen wissen, diese stimmen beherzt zu und bekommen dafür „Obnoxious Countance“ vom Debütalbum auf die Lauscher gedrückt. Mit „Scarecrow“ versprechen sie ein bisschen Downtempo, bringen aber wie erwartet das vertonte Chaos, und am Schluss überzeugen sie mit das sich mit dem Terror, „an dem wir uns alle so langsam gewöhnen“, befassende „Heads Will Roll“ - eine Derbstunde, die kaum Fragen offen lässt – herrlich, musikalisch so verprügelt zu werden.

Setlist:

Refuse Obedience
Phobiatic
An Unspeakable Creation
Slivers Of Glass
House In Cleveland
Vulture
Ripped To Shreds
Obnoxious Countance
An Act Of Atrocity
Scarecrow
Domination Matrix
Heads Will Roll

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Mozart und Mysteriöse Initialen

Sauerland endlich wieder metalisiert

Erfolgreicher Retro-Dienstagabend im Lükaz

Schallende Ohrfeige für den Underground-Support

Den Metal mit der Muttermilch aufgenommen

Erste Headlinershow in der Landeshauptstadt

Klein, aber fein - mit guter Stimmung, guten Bands und guten Leuten