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Castle Rock 2011

Die Burg rockte zum zwölften Mal

Oomph!

Nun ist es Zeit für den Headliner des zweiten Abends. Oomph! werden innigst herbeigesehent und beginnen um 21:17 Uhr ihre Show, die das Castle Rock fulminant abschließt. Mit „Beim Ersten Mal Tuts Noch Weh“ geht es los; direkt im Anschluss folgt „Träumst Du“. Die Stimmung im vollkommen gefüllten Burghof ist großartig, das „Ausverkauft“ lässt sich hervorragend spüren, ohne dass man das Gefühl hat, nicht genug mitzubekommen. Der Bandname ist heute Abend Programm: „Oomph“ bedeutet im Altenglischen so viel wie „das gewisse Etwas“ oder „Schwung“. Und Schwung beweisen heute alle; auf der Bühne und in der Menge, in die Dero das eine oder andere Mal abtaucht, um dann über sie hinweggetragen zu werden. Hier ist Tuchfühlung angesagt - auch bei den Fans, die zum hemmungslosen Sex mit dem Vorder-, Neben-, Hintermann aufgefordert werden. Die Energie, die nun in der Luft hängt, wird von jedem Besucher gierig aufgenommen, denn das kann nach so einem Tag wirklich jeder hier brauchen. Zu sagen, Oomph! lieferten eine fulminante Show ab, ist nur ein Teil der Wahrheit, denn irgendwie ist es weit mehr, was die Mannen aus Wolfsburg hier bieten. Hit reiht sich an Hit, wird mit Showeinlagen gesalzen und dem Publikum auf dem silbernen Teller mit viel Humor serviert. Dann gibt es Schmankerl wie „Wach Auf“, einen Song, den Oomph! nun seit vier Jahren nicht mehr live performed haben. Natürlich fühlt sich das Castle Rock durch so eine Geste geehrt. Kleiner Höhepunkt der Show sind die Visuals beim von Radio- und TV so oft geschmähten Song „Gott Ist Ein Popstar“: Mit Regenbogenlichtern wird der Song kräftig in Szene gesetzt. Oomph!, die bekannt dafür sind, das zu kritisieren, was nicht funktioniert und dafür harte, weil klare Worte zu finden, prangern vor ihrem letzten Song den Hochmut Deutschlands an: "Der letzte Song ist etwas nachdenklicher. Wieso werden in Zeiten von Post-Weltwirtschaftskrise Milliarden in die Unterstützung derer gepumpt die diese Krise ausgelöst haben? Die Banken. Und wieso ist beim Thema Kinderarmut kein Geld da?“ Mit diesen Worten verabschiedet sich Dero vom Schloss Broich und mit „Sandmann“ und den Worten „Schäm dich Deutschland!“ zieht er die Zugbrücke hoch.

Setlist:

Beim Ersten Mal Tuts Noch Weh
Träumst Du
Unsere Rettung
Du Willst Es Doch Auch
Wach Auf
Das Weiße Licht
Sex
Mitten Ins Herz
Sex Hat Keine Macht
Auf Kurs
Revolution
Mein Schatz
Niemand
Gekreuzigt
Labyrinth
Gott Ist Ein Popstar
Augen Auf
Sandmann

Das zwölfte Castle Rock war ein Festival, bei dem alles gestimmt hat. Die Technik, die Einhaltung der Zeiten, die Auswahl der Bands, das Publikum. Einfach alles. Es gab Momente der Gänsehaut, der vollkommenen Erschöpfung, der neu beginnenden Freundschaft und der Entdeckung neuer Bands. Das war ein Festival, wie man es sich wünscht und es ist gut, dass schon jetzt ein neues Datum feststeht: Am 6. und 7. Juli 2012 heißt es wieder: Rockt das Schloss!

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