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Callejon, Annisokay, Vitja im Konzert (Dresden, Februar 2015)

Perfektes Wochen-Workout

Annisokay geben ein Vorgeschmack auf ihr neues Album

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Annisokay

Die erste Umbaupause des Abends steht an und die zieht sich durchaus etwas in die Länge. Hier müssen die Musiker von Annisokay noch selber mit anpacken und dies geschieht mit einer gewissen Gemächlichkeit. Der Frieden auf der Bühne beweist sich allerdings als sehr trügerisch oder eben als die berühmte Ruhe vor dem Sturm.

Mit dem Opener „The Final Round“ geht es nicht nur in die nächste musikalische Runde, sondern es wird regelrecht ein Orkan entfacht. Für Überraschung sorgt hier vor allem Shouter Dave. Wirkte er eben noch wie ein Student, der keine Wässerchen trüben könne und eigentlich nur unter den Anwesenden weilt, weil er jung ist und das Geld braucht, entpuppt er sich mit dem ersten Ton als absolut charismatischer Frontmann, der auch das Publikum komplett in seinen Bann ziehen kann. Musikalisch präsentieren die Sachsen einen Hardcore, der über alternative Einflüsse verfügt und auch deutlich melodiöser daher kommt als bei ihren Vorgängern. Bedauerlicherweise bleibt aber gerade anfangs auch wieder das Problem mit einem etwas grobschlächtigen Sound, so kann man den Klargesang von Gitarrist Christoph meist nur erahnen.

Dafür beackert Dave unbändig die Bühne und sucht immer wieder den Kontakt zum Publikum, was natürlich wiederum als sehr stimmungsfördernd zu verbuchen ist. Auch die Rückfrage, ob denn eigentlich jemand schon die Band kenne, wird mit einigen positiven Handzeichen beantwortet. Das diese in Zukunft sicher noch deutlich häufiger zu sehen sind, davon kann man angesichts des Enthusiasmus des Quintettes durchaus ausgehen. Aber was wäre dies alles ohne eine paar anständige Lieder schon wert, sicher nichts.

Und deshalb bieten Annisokay nun einen kleinen Einblick in ihr neues Album „Enigmatic Smile“, welches Ende März erscheint. „Carry Me Away“ wird in den Saal geballert und stellt sich als eine äußerst gelungene Mischung aus brachialen Gitarrenriffs und melodischen Teilen dar. Ebenso gut funktioniert hier das Zusammenspiel der aggressiven Shouts von Dave und dem Klargesang von Christoph, der glücklicherweise mittlerweile auch zu hören ist. Der Circle-Pit, der nun im Saal tobt, ist wohl die beste Umschreibung, wie gut das neue Liedgut ankommt. Damit ist es aber auch schon an der Zeit, die Bühne frei zu machen, aber zur Freude aller Anwesenden wird noch ein letzter Song gespielt. Mit „Sky“ verabschieden sich Annisokay vom Publikum, welches die Band nochmals kräftig abfeiert. Frontmann Dave lässt es sich bei dieser entgegenschlagenden Begeisterung natürlich nicht nehmen, sich in die Zuschauer fallen zu lassen und noch eine Ehrenrunde über deren Häupter zu drehen.

Für alle die noch nicht genug bekommen haben: Ab April sind die Sachsen als Support von Emil Bulls] wieder unterwegs.

Setlist:

The Final Round
Day To Day Tragedy
Anniversary
Carry Me Away
Sky

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