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Butcher Babies & Sumo Cyco im Konzert (Bochum, Mai 2016)

...und das Auge hört mit...

Sumo Cyco heizen aus dem Stand ordentlich ein

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Liegt es am Dienstagabend, dass der Rockpalast zu Bochum nicht aus allen Nähten platzt? Hat sich herumgesprochen, dass die Butcher-Mädels etwas zugeknöpfter als sonst herumbrüllen? Ist es vielleicht schon zu warm für die Jahreszeit? Morgen spielen sie zudem auch in Düsseldorf, was vielleicht dem einen oder anderen Fan eher passt? Was auch immer der Grund sein mag, die Anwesenden bekommen nicht nur eine derbe Portion Musik auf die Lauscher, am Ende hört das Auge dann auch mit.

Sumo Cyco

Zuerst aber sind die Sumo Cycos dran, die ja noch im letzten Herbst zusammen mit Fozzy ein paar europäische Clubs unsicher gemacht hatten und nun eben auch ein bisschen von der Vorarbeit profitieren können – nicht wenige der Anwesenden outen sich als Fans des kanadischen Vierers. Natürlich wird auch viel an Frontröhre Skye Sweetnam liegen, die mit einen Mix aus Girlie und punkiger Rotzröhre mit vollem Körperseinsatz die Songs untermalt.

Und das mit dem vollen Körpereinsatz ist tatsächlich wörtlich zu nehmen, denn entweder springt sie wie eine Wahnsinnige über die kleine Bühne und reißt dabei fast Gitarrist Matt Drake um, im nächsten Moment hüpft sie eher wieder Mädchen-like im Madonna-Style und lässt lasziv die Hüften kreisen, nur um wenige Sekunden später wieder wild headbangend fast Kontakt mit dem Drumset aufzunehmen – ein bisschen ausgeprägtes Sex-Appeal wie in „Fuel My Fire“ inklusive.

Natürlich ist der Abend musikalisch vom bisher einzigen Longplayer der KanadierInnen – „Lost In Cyco City“ – geprägt, die anderen Songs dürften dem Fan dann eher durch die immer wieder recht aufwendig gestalteten Videoclips bekannt sein. Dementsprechend hat Skye auch keinerlei Probleme, das Publikum auf Kurs zu bringen, um gemeinsam etwas Dampf abzulassen, doch wird vor der Bühne eher ausgelassen mitgetanzt und nicht herumgemosht – was auch gut so ist. Dazu sind Mitschwinger wie „Crowd Control“ mit dem Kinderchorflair auch viel zu eingängig und mitsingbar, als dass die Fans sich außen vor lassen könnten – der Groove und ein bisschen Verrücktheit werden das schon richten.

„Hey, danke an die Butcher Babies, war eine geile Tour, ist unsere vorletzte Show mit den tollen Mädels“, lässt Skye wissen und widmet das anschließende „Give It Away“ dem Headliner des Abends. Keine Pause, mit einem „ist auf der Platte“ geht es auch sofort mit „Like A Killer“ weiter, Skye platziert sich erst auf den Boxen, lässt das bereitwillige Publikum mitspringen und turnt dann selbst im Zuschauerraum herum. Bei so viel Energie ist dann auch fetter Applaus nicht fern, doch die Fans können noch so intensiv wie sie wollen für eine Verlängerung werben, nach „My Name Is Rock'n'Roll“ ist leider Schluss, auch wenn da noch das zombieske „Limp“ als Bonus auf der Setlist steht. Die Butcher Babies werden es heute schwer haben, bei der guten Stimmung mithalten zu können.

Setlist:

Intro
Cry Murder
Mercy
Crowd Control (Do What We Want)
Fuel My Fire
Give It Away
Like A Killer
Move Mountains
Fighter
My Name Is Rock'n'Roll

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