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Bullet For My Valentine, While She Sleeps, Coldrain im Konzert (Utrecht, November 2015)

Starkes Bandpackage für einen gelungenen Abend

 

 

 

Bullet For My Valentine

Nach einer kurzen Umbaupause ist dann endlich die Zeit für den Headliner gekommen. Der Saal hat sich inzwischen gut gefüllt, auf den oberen Rängen wäre zwar wohl noch etwas Platz gewesen, unten steht man aber dicht an dicht, als die ersten Töne aus den Boxen dröhnen. Wer einen Bullet-Song erwartet hätte wird allerdings erstmal enttäuscht – eingeläutet wird die Show von AC/DCs „Thunderstruck“ was dann doch erstmal zu einigen leicht verwirrten Blicken führt.

Gute drei Minuten später sind es dann aber natürlich schon Bullet For My Valentine die mit „No Way Out“ die Bühne entern. Besagter Song stellt sich allerdings nicht unbedingt als idealer Beginn heraus, der Sound macht zu Beginn noch leichte Probleme und so gehen viele Feinheiten die die Nummer eigentlich ausmachen einfach unter. Beim folgenden Klassiker „4 Words (To Choke Upon)“ gibt sich dieses Problem dann aber schnell.

Besonders redselig zeigen sich die Waliser gerade zu Beginn der Show nicht. So werden die ersten drei Nummern erst einmal durchgeholzt, bevor es zur Einstimmung auf den neuen Titel „You Want A Battle, Here’s A War“ eine erste, kurze Ansage gibt. Auch im weiteren Verlauf der Show verlässt sich die Band weniger auf Ansagen, sondern mehr auf die Musik selbst, in Verbindung mit einer grandios abgestimmten und recht beeindruckenden Lightshow.

Die Setlist bietet dabei einen Mix aus verschiedenen Alben, wobei der Fokus logischerweise auf der neuen Platte liegt. Schade nur, dass die neuen Songs oftmals nicht ganz so ziehen wollen, wie es die alten Bandklassiker tun. Was sich beim Opener angedeutet hatte, bestätigt sich nämlich auch bei „You Want A Battle, Here’s A War“, „Raising Hell“ und „The Last Fight“ – um das gesamte Publikum so richtig zum Abgehen zu bewegen, braucht es einfach die Klassiker der Marke „Scream, Aim, Fire“ oder „The Poison“. Da hilft auch eine kurze Akustikversion von „The Last Fight“ nicht viel, zumindest in den hinteren Rängen bleibt die Euphorie hier eher gemäßigt.

Generell zeigt sich das Publikum ein wenig ruhiger, als noch eine gute halbe Stunde zuvor bei While She Sleeps. Es mag an der zunehmenden Zuschauerdichte, den nicht ganz so starken neuen Songs oder dem Umstand liegen, dass vieles eher zum Mitsingen animiert. So oder so sieht man außer gelegentlichen Crowdsurfern und hier und da mal einem Pogo, hauptsächlich Powerfäuste und Headbanger. Auf der Bühne verhält es sich übrigens ähnlich. Egal ob man Sänger und Gitarrist Matthew Tuck, Gitarrist Michael Padget oder Bassist Michael Thomas (der nebenbei bemerkt einen überragenden Job bei den Backing-Vocals macht) anschaut, im Vergleich zu ihren Vorgängern wirken sie doch eher weniger ausgeflippt. Zum Teil liegt das aber natürlich auch an den komplexeren Kompositionen, die die Bandmitglieder regelmäßig an ihr Mikro fesseln.

Von einer schlechten Stimmung kann aber dennoch keine Rede sein und spätestens nach Michael Padgets Gitarrensolo, für das der Rest der Band artig die Bühne verlässt, geht es nur noch bergauf. „Tears Don’t Fall“ stellt eines der absoluten Highlights dar, bevor die Show mit „Hand Of Blood“, „Your Betrayal“ und schlussendlich „Waking The Demon“ pünktlich zum Schluss ihren Höhepunkt erreicht. Dementsprechend sieht man dann dem leicht lahmenden Beginn zum Trotz am Ende der Show nur glückliche Gesichter. Drei unterschiedliche, aber allesamt geile Bands und ein furioses Finale – was will man mehr?

Setlist:

 

Thunderstruck (ACDC, Intro vor Betreten der Bühne)
V
No Way Out
4 Words (To Choke Upon)
You Want A Battle, Here’s A War
Raising Hell
Scream, Aim, Fire
The Poison
The Last Fight
Venom
Alone
Worthless
Gitarrensolo
Army Of Noise
Tears Don’t Fall
Hand Of Blood

Your Betrayal
Waking The Demon

 

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