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Bullet For My Valentine, Funeral For A Friend, Rise To Remain im Konzert (Offenbach, November 2010)

Geniale Soli, hammermäßiger Sound, das deutsche Publikum war beeindruckt

Bullet For My Vallentine überzeugten auf ganzer Linie

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Dichtes Schneetreiben, glatte Straßen und Eiseskälte konnten die Bullet For My Valentine-Fans nicht davon abhalten, am 29. November 2010 nach Offenbach zu pilgern, wo die vier Waliser am Montag eines ihrer wenigen Deutschland-Konzerte in diesem Winter spielten. Mit im Gepäck eine geniale Setlist und mit Rise To Remain und Funeral for a Friend zwei Support-Acts der Extraklasse.

Nach dem von vielen fast erfrorenen Fans sehnlichst erwarteten Einlass um 19:00 Uhr, war die Stadthalle bereits wenig später mit ca. 800 erwartungsvollen Rockern bestens gefüllt. Eine Stunde später eröffneten dann auch Rise to Remain den Metal-Abend. Eine junge Band aus London, die als Ersatz für Escape the Fate an der Tour teilnahm. Dennoch waren die fünf Briten ein würdiger Ersatz, und rockten mit ihrer neuesten EP „Bridges Will Burn“ das Haus. Mit ihren aggressiven Songs und der energiegeladenen Bühnenshow wird das Quintett sicher schon bald kein Geheimtipp mehr sein.

Nach einer kurzen Umbauphase, war das Publikum gebührend aufgewärmt für das erste Highlight des Abends: die Bühne gehörte Funeral for a Friend. Für Bullet-Fans ist der walisische Export kein seltener Anblick, da die Band schon des Öfteren für ihre Insel-Kollegen den Support machte. Und auch diesmal ließen sich die fünf Jungs nicht lange bitten, und kamen direkt zur Sache. Mit gewohnt hartem Sound und melodischen Hooklines, begeisterten Funeral For A Friend die Massen. Einmal durchs Best of – Album und zurück. Werbetechnisch äußerst sinnvoll, ließ die Band es sich auch nicht nehmen, hin und wieder auf ihr neues Album hinzuweisen, welches 2011 in den Plattenläden auftauchen soll, und auch schon mal ein paar Töne daraus zum Besten zu geben. Somit wieder mal ein gelungener Auftritt und ein perfekter Support für den Headliner des Abends.

Pünktlich um 22:00 Uhr war es dann auch endlich soweit und Bullet for my Valentine starteten mit „Your Betrayal“ ihre Show. Die Fans waren natürlich vom ersten Ton an nicht mehr zu halten, und pogten was die Beine hergaben. Hammer Drums, fette Gitarre, und perfekte Shouts ließen einen Circle Pit nach dem nächsten entstehen. Danach ging es dann auch nahtlos in „Pleasure And Pain“ über, gefolgt vom allseits beliebten „Waking The Demon“, welches die obligatorische Wall of Death zur Folge hatte, und in einem grandiosen Mayhem-Solo von Gitarrist Padge sein Ende fand.

Um die Zuschauer dann auch mal ein bisschen zur Ruhe kommen zu lassen, stimmte Sänger Matt Tuck nach diesen drei energiegeladenen Songs erst einmal ruhigere Töne an. Während der Rest der Band hinter der Bühne die Reservetanks auflud, stand er alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und gab den ersten Teil von „The Poison“ zum Besten. Stimmungsvolles Licht, genialer Gesang, und das grandiose Finale des Songs, brachten die gewünschte Reaktion. Die Fans waren bei jeder Textzeile hingebungsvoll dabei. Vor allem, weil es danach auch gleich mit der nächsten Hammer-Ballade weiter ging.

„Bittersweet Memories“ ließ die Mädels vor der Bühne reihenweise dahin schmelzen, und beweist nur einmal mehr, wie vielseitig Bullet for my Valentine sind. Mit „Room 409“, „Cries In Vain“ und „4 Words To Choke Upon“ vergaßen sie auch ihr Debüt-Album nicht, und nutzten die Bühne mit ihren zwei Treppen und dem Drum-Podest voll aus. Höhepunkte der Show waren sicherlich Burner wie „The Last Fight“ und „Scream Aim Fire“. Letzteres gefolgt von einem Monster-Solo von Mr. Padgent, der allein auf der Bühne sein Können an der Gitarre demonstrierte, und es sich nicht nehmen ließ, auch ein paar Töne der deutschen Nationalhymne einfließen zu lassen. Mit dem Insider-Hit „Alone“ beendete das Quartett aus Wales dann auch seine Show.

Doch wer sich erschöpft aber glücklich auf den Heimweg machte, hatte Pech. Denn was wären Bullet for my Valentine ohne ihre Zugabe? Ziemlich lahm - also sammelten die vier Recken nochmal all ihre Kräfte zusammen, und hauten das begeisterte Publikum mit „Hand Of Blood“ und „Tears Don‘t Fall“ endgültig in die Ecke. Auch wenn man auf Hits wie „All The Things I Hate“ oder „Hearts Bursts Into Fire“ lange warten konnte, lieferten sie ein gut zusammen gestelltes Set aus alten und neuen Songs. Und mit ihren genialen Soli und dem hammermäßigen Sound beeindruckten die Jungs einmal mehr ihr deutsches Publikum, und versprachen, bald wieder zu kommen.

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