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Bullet For My Valentine, As I Lay Dying im Konzert (Köln 2006)

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Am 27.10.2006 veröffentlichten die Waliser von Bullet For My Valentine mit "The Posion - Live At Brixton" ihre erste DVD und bereits einige Tage später fiel im Palladium zu Köln der Startschuss zur heiß erwarteten Deutschlandtour der sympathischen Jungs, die sie zusammen mit As I Lay Dying und Protest The Hero (nur bei einigen Dates) bestreiten. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass dieses Konzert mit insgesamt 4000 Besuchern restlos ausverkauft sein sollte. Als ich knapp 1 1/2 Stunden vor dem Einlass am Palladium ankam, befand sich dort bereits eine riesige Schlange, die trotz der eisigen Kälte, schon feierte und brüllte, als hätte das Konzert so eben begonnen. Fast hätte man vergessen können, dass es sich hier immer noch um ein Metalkonzert handelt und ich persönlich muss ehrlich sagen, dass ich nur äußerst selten eine solche Hysterie vor einem Konzert erlebt habe. Weniger gute Vorzeichen waren allerdings die gesundheitlichen Probleme einiger Bandmitglieder, mit denen vor allem Bullet - Frontmann Matt Tuck zu kämpfen hatte und die dazu führten, dass eine Show in Paris, die zwei Tage zuvor stattfinden sollte, abgesagt werden musste. So sah man ihn bereits beim Soundcheck mit einem eng anliegenden Schal und eingehüllt in eine dicke Jacke. Ich ziehe meinen Hut vor dieser kämpferischen Einstellung!

 

As I Lay Dying:

 

Langsam wurde es immer enger in der Halle und die eisige Kälte wich einem subtropisch, feucht - warmen Klima. Dass die US - Amerikanischen Brutalo - Metalcorerer von As I Lay Dying mehr waren als nur ein einfacher Support Act, war klar, aber dass sie genauso frenetisch begrüßt wurden wie der eigentliche Headliner des Abends, überraschte dann doch etwas, schließlich ist die Band musikalisch doch eine ganze Ecke härter und extremer, als Bullet For My Valentine. Bereits bei den ersten Klängen rastete das Publikum, animiert von Frontmann Tim Lambesis, der ständig in Bewegung war, vollkommen aus. Der Moshpit in den ersten Reihen war heftig und auch bei den "Mitklatsch - Parts" stand die Halle Kopf. Der Sound allerdings ließ ziemlich zu wünschen übrig. Zwar war dieser lautstärkebedingt relativ kraftvoll und auch Tims Gesang knallte gnadenlos durch das Palladium, doch besonders die Melodieanteile waren kaum zuhören. So hörten sich Songs wie "94 Hours", "Meaning In Tragedy" oder "Distance Is Darkness" eher nach lupenreinem Death Metal, als nach Metalcore an. Dürftig war auch der extrem übersteuerte und dadurch unangenehme cleane Gesang, der verhinderte, dass die Knaller "The Darkest Nights" und "Through Struggle" ihre ganze Magie versprühen konnten. Dennoch war der Auftritt mehr als gelungen und die Publikumsreaktionen haben sich As I Lay Dying mit der spritzigen Performance absolut verdient. Nach etwa 45 Minuten und mit dem Übersong "Forever" verließ die Band die Bühne, mit dem Wissen, dass man mit Sicherheit etliche neue Fans erobern konnte.

 

Bullet For My Valentine:

 

Nach einer Wartezeit von zähen 30 Minuten war es dann endlich soweit und die ersten Töne des „The Poison“ - Intros erklangen. Das Palladium war in ein, zum Album - Artwork passendes, sehr intensives, rotes Licht gehüllt und begleitet von Spotlights, betraten Moose, Jay, Padge und Matt der Reihe nach die Bühne, deren Aufbau, sehr an das erinnerte, was man auch auf der DVD "Live At Brixton" begutachten kann. Das Licht ging für eine Sekunde aus und zum Opener "Her Voice Resides" schossen hohe Flammensäulen Richtung Decke. Showtechnisch (inkl. einer sehr effektiven Lichtshow) hatten Bullet For My Valentine also einiges zu bieten. Weiter ging es dann mit den Übersongs "Hand Of Blood" und "Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do)", bei denen die Fans alles gaben und ihre Helden, die sich musikalisch perfekt und unglaublich tight präsentierten, gebührend abfeierten. Der Sound war jetzt auch etwas besser, auch wenn er weit davon entfernt war wirklich perfekt zu sein. Bis dahin machten sich auch die gesundheitlichen Probleme so gut wie nicht bemerkbar. Dies änderte sich allerdings beim Hit "All These Things I Hate (Revolve Around Me)", bei welchem sich einige, nicht ganz saubere Gesangstöne einschlichen. Nichtsdestotrotz wurde auch dieser Song wohlwollend aufgenommen und mit kräftigem Applaus honoriert. Zu "4 Words (To Choke Upon)", einem der größten Highlights des Abends, schossen dann im Takt Dampffontänen in die Höhe und untermalten die Intensität dieses Songs. Nach tollen Liveversionen von "Room 409" und dem Titelsongs des Albums, verabschiedeten sich Bullet For My Valentine nach 45 Minuten, die wie im Fluge vergingen, zunächst von ihrem Publikum. Mit so einem frühen Abgang rechnete natürlich niemand und fast eine Minute lang herrschte Totenstille im Palladium, bis wenig später immer lauter werdende "Zugabe" - Rufe aufkamen. Diesen kam die Band selbstverständlich nach und begann den Zugabenblock mit der letzten Single "Tears Don't Fall", zu welcher stilecht ein Funkenregen für absolute Gänsehaut - Atmosphäre sorgte. Nach "Spit You Out" wurde dann das Ende der Show angekündigt und nun hieß es noch ein letztes Mal Partystimmung bei "The End". Das nutzten die Fans aus und starteten den wildesten Moshpit des Abends, der den verdammt guten, aber mit nur einer Stunde recht kurzen Auftritt abschloss. Anschließend waren deshalb zwar einige traurige Gesichter zu erkennen, aber gegen Ende des Gigs zeigten sich besonders bei Matt deutliche Erschöpfungsanzeichen und ich glaube, dass allein aus gesundheitlichen Gründen hier nicht mehr drin gewesen wäre. Schade, aber man mag es ihnen gerne verzeihen!

 

Setlist:

 

1. Intro

2. Her Voice Resides

3. Hand Of Blood

4. Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do)

5. All These Things I Hate (Revolve Around Me)

6. Cries In Vain

7. 4 Words (To Choke Upon)

8. Room 409

9. The Poison

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10. Tears Don't Fall

11. Spit You Out

12. The End

 

Aufgrund einiger Probleme mit meiner Kamera, bitte ich das Fehlen von Fotos zu entschuldigen. Ein Interview mit BFMV - Frontmann Matt Tuck folgt in den nächsten Tagen! Ein herzliches Dankeschön und ein freundlicher Gruß gehen an Heike Buschmann (GUN) und Mark Dehler (Netinfect).

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging