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Building A Force 2011

Von unnötig bis grandios war alles dabei

Sacred Steel wollen noch weitere 40 Jahre Metal zocken

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Sacred Steel

Sacred Steel kühlen die Meute dann überraschend schnell wieder ab. War die Halle in der Pause noch wie ausgestorben, sitzen jetzt schon einige Fans in Wartestellung vor der Bühne – dennoch bleibt die Halle erstaunlich leer, dabei sind Sacred Steel nun wirklich keine Unbekannten mehr. Das letzte Album „Carnage Victory“ ist nun schon gute zwei Jahre alt und erstaunlicherweise gibt es an diesem Abend mit dem Titeltrack und „Denial Of Judas“ gerade einmal zwei Songs aus der Langrille zu bewundern. Freuen dürfte das die Alteingesessenen, die sich eher auf die älteren Stücke konzentrieren wollen.

Die Herren um Sänger Gerrit setzen dem Power Metal noch die Krone auf, packen ein „Epic“ dazu und könnten damit Tote zum Leben erwecken, zumindest an diesem Abend. Der Sound ist nicht wirklich mies, aber suboptimal und Gerrit klingt, wie man(n) eben klingt, wenn man sich dem Epic-Power-Metal verschrieben hat. Der Auftakt ist schon einmal nicht übel: Die Pausenmusik ist mit Deep Purples „Child In Time“ gut gewählt und endlich hat man auch etwas von der Lichtshow. Besonders fein ist der bisher noch straffe Zeitplan: Nach dem Auftrittsbeginn kann man wirklich die Uhr stellen. Pünktlichst entern die Herren die Bühne, aber erst einmal ist nur unmittelbar davon Bewegung zu sehen, der Rest steht zunächst herum wie eine Herde Schafe; der ein oder andere lässt sich immerhin noch zu leichtem Kopfnicken hinreißen, während die Saitenhexer ihre Haare schwingen und Gerrit seine Glatze belüftet.

Schon bei „Battle Angel“ mutet der Gesang eine Spur zu dünn an, dabei klingen die sonstigen Ansagen eigentlich recht normal. Die Band beglückt die Fans mit der Aussage, auch die „nächsten 40 Jahre“ noch Metal machen zu wollen – Begeisterung schaut allerdings anders aus: kein begeistertes Rufen, kaum Applaus; man könnte meinen, hier fände ein Kaffeekränzchen statt. Erst das länger nicht live gespielte „Army Of Metalheads“ fördert ein paar versprengte Fans zu Tage, die kräftig mitsingen, und begeistert auch die etwas gesetzteren Zeitgenossen, von denen heute reichlich anwesend sind. „Sacred Bloody Steel“ wird den großartigen Black Sabbath in Anlehnung an deren „Sabbath Bloody Sabbath“ gewidmet, kann aber für eine Band dieser Größenordnung auch nur erstaunlich wenig Beifall auslösen.

Die wenigen Male, bei denen Gerrit von seiner gewohnten Power-Metal-Stimme abweicht, sind ein wahrer Segen: Bestes Beispiel hierfür ist „Slaughter Prophecy“, bei dem der Sänger sich zu einigen großartigen Growls hinreißen lässt; die hinteren Reihen lichten sich klammheimlich, während vorne noch gebangt wird, aber ob die Band das vor lauter Beleuchtung überhaupt registriert, ist die Frage. Zu Klassikern wie „Maniacs Of Speed“ mobilisieren die Fans dankenswerterweise noch einmal die letzten Kräfte und auch das besungene heutige Motto „Heavy Metal To The End“ kann einigermaßen begeisterte Rufe heraufbeschwören, bevor mit gewohnt pathetischen Gesten seitens des Sängers um kurz nach 21 Uhr der sprichwörtliche Vorhang für Sacred Steel fällt und damit der epischste Teil des Abends hinter dem Publikum liegt.

Setlist:

  • Intro (Blessed By The Gods)
  • Wargods Of Metal
  • Battle Angel
  • Open Wide The Gate
  • Denial Of Judas
  • Army Of Metalheads
  • Sacred Bloody Steel
  • Dark Forces
  • Carnage Victory
  • Slaughter Prophecy
  • Maniacs Of Speed
  • Heavy Metal To The End
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