Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Building A Force 2011

Von unnötig bis grandios war alles dabei

Witchburner verwandelten die Halle in einen Hexenkessel

Zum Thema

Witchburner

Es scheint, als hätten sich alle Kuttenträger des Festivals versammelt, nur um zu Witchburner das Haupthaar fliegen zu lassen. Plötzlich ist der Platz direkt vor der Bühne gerammelt voll und man kann die Spannung förmlich spüren – da fehlt nur noch, dass sich die Erde auftut und Belzebub persönlich sich ins Publikum einreiht. Leichte Verwirrungen meinerseits ob der absoluten Namensgleichheit mit einer amerikanischen NS-Black-Metal-Combo werden direkt aus dem Weg geräumt – „unsere“ Witchburner haben mit braunem Gedankengut wahrscheinlich soviel am Hut wie Garfield mit Montag und außerdem zocken die Herren um Sänger Andy astreinen Death-Thrash. Seit 1992 machen die Jungs den Underground unsicher, zu mehr als einer Handvoll Alben hat es bisher gereicht – das neueste Machwerk „Demons“ wird auch heute Abend wieder angepriesen und direkt mit dem Titeltrack auf der Setlist verewigt.

Auch hier muss man wieder sagen: Die Lichtshow ist für den Arsch. Diesmal liegt es vor allem daran, dass die Sonne gerade untergeht und direkt durch die Fenster auf die Bühne scheint. Mit „Possessed By Hellfire“ eröffnet das Quintett den munteren Mattenreigen und von Anfang an headbangen sich die Fans die Seele aus dem Leib. Mit ordentlich Druck und einem hochgeschraubten Schlagzeug haben die Jungs die Sympathien größtenteils direkt auf ihrer Seite. Ahnte man beim Soundcheck noch Böses, gewöhnt man sich relativ schnell an die doch ziemlich gleichförmigen Vocals, allerdings: Wo die Stimme im Kontext der Songs noch einigermaßen gruselig klingt, nervt sie bei den Ansagen ganz schön und klingt noch dazu ziemlich überstrapaziert - Blutkehle lässt grüßen. 

Den ersten Mosh des Tages gibt es bei „Hexenhammer“ zu bestaunen, inklusive wildem Haarekreisen und Herumgespringen – die kreischenden Gitarren zerfräsen einem fast das Trommelfell, aber dafür machen Witchburner noch ordentlich Stimmung, immer wieder werden „Witchburner“-Rufe laut und spätestens beim Titeltrack der neuen Platte kennen die Fans kein Halten mehr. Amüsieren kann man sich dabei trotzdem, wenn man sieht, mit was für einer ausdruckslosen Miene Andy die Texte ins Mikro kreischt. Eins steht fest: Warm sind jetzt alle - zumindest die, die sich so richtig schön verausgabt haben.

Setlist:

  • Possessed By Hellfire
  • Invisible Violence
  • Blasphemic Assault
  • Savage Intruder
  • Hexenhammer
  • Seeds Of Evil
  • Nightbreed
  • Witchburner
  • Grave Desecrator
  • Blood Of Witches
  • Bloody Countess
  • Demons
  • Final Detonation
Seite
comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging