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Building A Force 2011

Von unnötig bis grandios war alles dabei

Burden Of Grief hatten allen Grund zur Freude

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Burden Of Grief

Wie die Kollegen von Circle Of Silence sind auch die Melodic-Death-Metaller Burden Of Grief bei Massacre Records zu Hause – prompt wird der heutige Tag genutzt, um ein bisschen Werbung in eigener Sache zu machen und zum Konsum aufzurufen. Seit letztem Sommer steht die fünfte Full-Length „Follow The Flames“ der Nordrhein-Westfalen in den Regalen und wartet darauf, erstanden zu werden. Dass dem schon einige Metalheads nachgekommen sind, zeigt sich spätestens, als die meisten der wenigen Leute vor der Bühne die Texte während des Auftritts mitgröhlen – das ist Balsam für die Seele und sicherlich mit ein Grund dafür, dass Sänger Mike wie ein Honigkuchenpferd grinst.

Überhaupt haben BOG heute Grund zur guten Laune: Der melodische Todesmetall, der stellenweise an In Flames erinnert, kommt gut an, die Band ist zu Scherzen aufgelegt – nur die Sonne blendet und nervt vor allem Mike ganz gewaltig, weshalb „Swallow The Sun“ weniger wie eine Ansage, als vielmehr wie ein Befehl daherkommt. Das nützt aber nichts, der Wettergott hat kein Einsehen und es schieben sich keine dunklen Wolken vor die Fenster. Dabei hätte ein schönes Gewitter oder ein Regenguss wie Arsch auf Eimer zum apokalyptischen Sound der Combo gepasst, die zeitweise zwar mit einigen Rückkopplungen zu kämpfen hat, ansonsten aber einen sehr guten Auftritt hinlegt. Motiviert werden die Haare geschwungen und es finden sich beträchtlich mehr Leute vor der Bühne ein, als das noch bei Ivanhoe der Fall war. Ein bisschen ankreiden könnte man den Jungs, dass keine wirklichen Klassiker auf die Setlist gepackt wurden – die meisten Tracks sind aus verständlicherweise werbewirksamen Gründen vom neuen Album und dem Vorgänger „Death End Road“ (2007). Mit „The Nightmare Within“ vom 2004er Album „Fields Of Salvation“ gehen Burden Of Grief am weitesten in der Bandhistorie zurück – die Tracks kommen aber allesamt beim Publikum an, das sich leider gegen Ende des Auftritts etwas lichtet. An der Qualität kann es wahrlich nicht liegen, wahrscheinlicher ist, dass sich die Leute ihre Power noch für die anstehenden Headliner aufheben wollen.

Eine Freude ist es allemal, den Jungs beim Spielen zuzuschauen. Nicht nur Mike hat sichtlich Spaß und scheint manche euphorische Reaktion aus den Reihen gar nicht richtig glauben zu wollen, auch Basser Flo headbangt wie ein Tier und freut sich seines Lebens. So macht eine Band Spaß und so kann man den Auftritt auch genießen, wenn man die Combo vorher nur namentlich kannte. Dass die darauf folgende Band erst die Hölle entfesseln soll, ist hier noch längst nicht abzusehen.

Setlist:

  • Doomed To Fail
  • Swallow The Sun
  • Born In Fire
  • The Nightmare Within
  • Follow The Flames
  • Aces High
  • Tequila In Me
  • Rise Like A Phoenix
  • The Arms Of Death
  • Running Scared
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