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Building A Force 2011

Von unnötig bis grandios war alles dabei

Mirror Of Deception machten sich mit düsterem Doom wenig Freunde

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Mirror Of Deception

Viel mehr als zuvor bei COS ist auch bei Mirror Of Deception nicht vor der Bühne los. Ohnehin hat das Quartett es schwer: Die erdige Doom-Walze will bei strahlendem Sonnenschein nicht so recht fruchten. Dabei sind die Herren um Sänger Siffi beileibe kein junges Gemüse mehr: Bereits seit 1990 treiben die Vier ihr Unwesen im doomigen Untergrund und haben damit ganz klar einen Vorteil gegenüber ihrer Vorgängerband – könnte man meinen. Wie erwähnt können sich die wenigen Menschen vor der Bühne aber nicht so recht mit dem Sound anfreunden. Ob es an der Musik per se liegt oder wirklich am Wetter, sei mal dahingestellt – Fakt ist, dass MOD mehr als ein höfliches Kopfnicken und ebensolchen Applaus nicht einheimsen können.

Ohne viele Ansagen wird direkt losgelegt – Siffi teilt sich den Gesang mit Schlagzeuger Josef (der eigentlich ebenso wie der Gitarrist Jochen heißt, aber wer will schon zwei Jochens in der Band haben), was zumindest live einen ziemlichen Wiedererkennungswert darstellt. Von Erkennen kann bei den Songs leider nicht die Rede sein – die Frage nach dem Konzert „Sag mal, wie viele Songs haben die eigentlich gespielt?“ kommt nicht von ungefähr; die einzelnen Tracks vermischen sich ziemlich schnell zu einem etwas zähflüssigen Brei, obwohl der Sound jetzt wie auch den Rest des Abends ziemlich gut ist, sofern man nicht gerade neben der rechten Box steht, wo man vom Gesang herzlich wenig mitbekommt.

Mutig ist auch die Setlist: Da wird vom aktuellen Album „A Smouldering Fire“ mit „Riven Tree“ gerade einmal ein einziger neuer Track gespielt, der Rest der Setlist bedient sich aus älteren Scheiben wie der 2001er Platte „Mirrorsoil“ oder der „Conversion“-EP. Bei Tracks in der Sechs-Minuten-Marke bleibt da für Konversation mit dem Publikum natürlich kaum Zeit; dementsprechend ist es ein bisschen befremdlich, die Band live zu bestaunen. Man muss nicht gleich eine Labertasche à la Nick von Circle Of Silence sein, aber so der stille Mystiker wie Mirror Of Deception-Sänger Siffi ist doch der guten Stimmung eher abträglich. Dass der Typ Humor hat, beweist er trotzdem: Wohlwissend, dass die Leute kaum etwas mit dem steinigen Doom seiner Combo anfangen können, kündigt er einen Song mit den Worten „Es geht auch noch langsamer“ an und tatsächlich werden die Akkorde plötzlich noch schleppender angeschlagen als ohnehin schon. Würde nicht die Sonne scheinen, könnte man hier glatt in eine Depression verfallen. Schwermütig wabert der Sound durch die schlecht gefüllte Halle und bei „Vanished“, in dessen Intro sich Siffi als menschliches Didgeridoo versucht, kommt sogar so etwas wie ein mystisches Feeling auf, obwohl der Sound leicht vor sich hin sumpft, bevor die Band mit höflichem Applaus von der Bühne komplementiert wird.

Setlist:

  • Ghost
  • Riven Tree
  • Bleak
  • Ship
  • Student
  • Asylum
  • Vanished
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