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Building A Force 2011

Von unnötig bis grandios war alles dabei

Circle Of Silence bestritten den Opener-Posten mit guter Laune

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Da hätte man das Hallenfestival fast nach draußen verlegen können: Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel, als die ersten Metalheads in die Mühltalhalle pilgern. Charme ist was anderes, hat die Location doch das ganz besondere Turnhallenflair, aber heute steht ohnehin alles im Zeichen von körperlicher Betätigung in Form von Headbangen, von daher passt das eigentlich ganz gut. Viel ist noch nicht los zur Teezeit um 15 Uhr, aber so kann man sich wenigstens erst einmal in Ruhe umschauen. Knapp ein Drittel der Halle ist abgetrennt und beherbergt Merchandisestände – von CDs und Bandshirts bis zu Baby-Stramplern und Kiss-Actionfiguren kann man hier mehr oder minder alles erwerben, was das Metallerherz begehrt, auch wenn 40 Ocken für einen Pulli bei den meisten Anwesenden ein beträchtliches Loch ins Finanzpolster reißen dürften. Dafür werden aber nicht nur Alben der auftretenden Bands angeboten, sondern von A bis Z ist alles vertreten, was in der Metalszene Rang und Namen hat.

Apropos Rang und Namen: Billing-technisch haben sich die BAF-Leute quasi ein Bein ausgerissen. Neben noch relativ unbekannten Combos wie Circle of Silence gibt es mit Sacred Steel, Hail Of Bullets und Powerwolf die volle Dröhnung an Power und Death Metal. In Anbetracht dessen, wie durchwachsen das Publikum altersmäßig ist, kann man sich auf einen lustigen Abend einstellen.

Circle Of Silence

Für Circle of Silence gibt es um halb vier erst einmal wenig zu lachen, denn die Zuschauerzahl überschaubar zu nennen, wäre schon der pure Euphemismus. Sänger Nick nimmt es dennoch mit Humor; der Mann scheint einen Clown gefrühstückt zu haben, aber das ist immer noch besser, als beim Anblick der fast leeren Halle in Tränen auszubrechen. Mit „The Blackened Halo“ haben die Progressive Power Metaller ab dem 29. April ihr drittes Album am Start. Veröffentlicht wird die Scheibe über Massacre Records und heute gibt es schon den ein oder anderen Vorgeschmack, der den kaufwilligen Fans das gute Stück schmackhaft machen soll.

Dafür müssen sich die Herren allerdings nicht groß anstrengen: Trotz der kleinen Gruppe vor der Bühne ziehen Tracks wie „No Mercy“ vom noch aktuellen Langspieler „The Surpremacy Of Time“ ganz ordentlich und die ersten Headbanger kreiseln sich bereits warm. Erwartungsgemäß kommen ältere Songs wie das brillante „The Tank Song (Illusion)“ besser an als neuere Stücke, aber wohlwollende Reaktionen ernten die Fünf so oder so. Dabei zocken die Herren ihr Set routiniert, aber nicht steril herunter – Sänger Nick macht sich immer wieder einen Spaß daraus, vor allem Lead-Gitarristen und Band-Mitgründer Tobi zu ärgern, wovon der sich aber herzlich wenig aus dem Konzept bringen lässt und weiter locker-flockig seine Soli herunterreißt. So kann die Band nach einem gerade einmal halbstündigen Auftritt zumindest von sich behaupten, einen guten Grundstein für den folgenden Teil des Abends gelegt zu haben. Was sich die Techniker allerdings dabei gedacht haben, die Deckenbeleuchtung anzulassen, bleibt ein Rätsel – ohnehin kommt die Lightshow nicht richtig zur Geltung, da aus den Fenstern satte Sonnenstrahlen die Musiker in frühlingshaftes Licht hüllen.

Setlist:

  • Intro
  • Edge of Clarity
  • No Mercy
  • Apocalypse
  • Synthetic Sleep
  • Break The Border
  • The Tank Song (Illusion)
  • Left To Die
  • Claustrophobia
  • Surpremacy
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