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Brutus und VAR im Konzert (Dresden, Mai 2019)

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

VAR begeistern auf ganze Linie

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Endlich zieht wieder der Frühling ein, die Biergärten der Dresdner Neustadt zeigen sich gut gefüllt, hier und da laufen Partys und trotz des lauen Abends, der eigentlich zum Grillen einlädt, vermeldet die Scheune einen anständigen Zulauf. Schuldig muss man hierfür Brutus sprechen, die im März ihr zweites Album veröffentlichten, mit dem sie die recht hochgesteckten Erwartungen bestens erfüllen konnten. Nun gibt es „Nest“ eben auch live zu erleben und irgendwie ist man nun doch gespannt, ob Stefanie den Spagat zwischen Drums und Gesang ebenso gut meistert wie auf besagtem Album.

VAR

Doch bevor der Hauptact ansteht, gibt es mit VAR einen Support zu vermelden. Die vier Herren kommen nicht nur aus Island, sondern singen auch noch größtenteils in ihrer Landessprache, was die Verständlichkeit der Texte nahezu gen Null befördert. Hinzu kommt noch, dass die Band wohl nur einem sehr kleinen Teil des Publikums bisher geläufig sein dürfte, insofern sind die Erwartungen an den anstehenden Gig erstmal nicht allzu hoch.

Der anfänglich noch etwas leere Club bestätigt diese These, allerdings bringt schon der erste Titel, bei dem man nur vermuten kann, dass es sich hier um „Undir súð“ handelt, einen immensen Zulauf. Selbst wenn man kein Wort versteht, schaffen es Var ein Bild zu schaffen und dies ist ein Bild ihrer Heimat. Umhertaumelnd auf grünen Wiesen, tröpfelnder Regen und plötzliche Geysir-Ausbrüche, so in etwa möchte man das Klanggebilde der Band beschreiben. Dies vereint sich immer wieder zu unglaublich intensiven Songs, welche von Frontmann Julius emotional untermalt werden. Selbst wenn der Sänger etwas introvertiert wirkt, seine Stimme vermag den Titeln eine unglaubliche Intensität einzuhauchen. Dabei zeigt er sich ein ums andere Mal sehr variabel, ob hohe glockenklare Töne, zerbrechliche Klänge oder kraftvolle Sequenzen – der Herr an Mikro und Gitarre ist schon allein einen Besuch ihrer Konzerte wert.

Mit „Back Home“ schiebt sich einer der seltenen englischsprachigen Titel ins Set, der mit seinen sphärischen Zügen und seiner Dichte absolut überzeugt. „Varmá“ wird noch mit ein paar Piano-Klängen erweitert, was dem Soundspektrum der Band eine weitere Facette hinzufügen kann, zudem hat man zur Abrundung schließlich noch einen kraftvollen Schlagzeugpart eingebaut.

Das abschließende „Þórsmörk“ eröffnet nicht nur mit einer dahinperlenden Gitarre, sondern zeigt ebenfalls diesen wehmütigen Touch, der die Zuschauer reihenweise dahinschmelzen lässt. Allerdings gibt es hier eine deutlich höhere Spannungskurve, die sich bis hin zur totalen Eskalation steigert. Gitarrist Amór treibt völlig angefixt durchs Publikum, während Julius die letzten Sekunden des gut zehnminütigen Songs auf der Bühne liegend beendet und nun mit einem kurzen „Dankeschön“ den Abschied verkündet. Starker Auftritt der Isländer, der dementsprechend mit einem fetten Applaus gewürdigt wird.

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