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Bring Me The Horizon, Your Demise (Hamburg, Grünspan, Mai 2013)

Klasse Konzert der Horizontbringer

Am Freitag, dem 10.Mai 2013 luden Bring Me The Horizon, Großbritanniens erfolgreichste Deathcore Boyband schlechthin, zum Konzert ins ausverkaufte Hamburger Grünspan ein.

Mit dem aktuellen Album „Sempiternal“ in der Tasche und der Hardcore-Formation Your Demise an ihrer Seite sollte es ein wildes und ausgelassenes Konzert werden.

Bring Me The Horizon um Frontmann Oli Sykes sind spätestens seit ihrem letzten Album „There Is A Hell, Believe Me I've Seen It – There Is a heaven, let's keep it a secret“ keine Bubis und Verfechter der Breakdowns mehr, wie es uns einige hammerharte Metalheads in den anonymen Internetforen der Welt versuchen immer noch weiß zu machen. Nicht zu unrecht vergab man in der The-Pit.de-Redaktion ganze 9.5 von 10 Punkten für ihre neuste Scheibe. Die werten Herren sind nicht nur äußerlich älter geworden, ihre Musik ist mit ihnen gewachsen und damit auch das Niveau und der Anspruch, Neues auszuprobieren und nicht stumpf im Core-Tümpel vor sich hin zu dümpeln, gestiegen. Wer früher nichts mit der Musik Bring Me The Horizons anfangen konnte, wie beispielsweise die Redakteurin des Berichts, wird überrascht von dem letzten aber insbesondere von der aktuellen Scheibe sein, welche sich stilistisch ziemlich von den vergangenen Alben abhebt.

Bereits um 18:00 Uhr öffneten sich die Pforten des geräumigen ehemaligen Kinos, welches seit 1968 das Grünspan beherbergt – ein ziemlich früher Einlasstermin für ein Metalkonzert. Grund hierfür waren wohl nicht die minderjährigen Fans, sondern eine unmittelbar nach dem Konzert stattfindende Party.

Vor dem Grünspan erblickte man eine sehr lange Schlange, es schien, als genossen alle, die eines der heißbegehrten Tickets noch ergattern konnten, eine gute Kinderstube, denn so pünktlich vor Einlass sieht man die Leute hier selten anstehen. Das Publikum zeigte sich ziemlich bunt gemischt, viele junge aber auch ältere Fans und hier und da ein Erziehungsberechtigter.

Die beiden The-Pit.de-Redakteure mischten sich unters Volk und nachdem man sich in der Garderobe des Überschüssigen (da es für uns keinen Fotopass gab, zählte auch die Kamera dazu, weshalb leider keine Fotos vom Konzert vorhanden sind) entledigte, wanderte man zielorientiert in Richtung Bar und von oben hatte man einen schönen Blick auf die unten drängelnde Masse. Es war schummrig und warm und sollte man Höhenangst haben, wäre es eine bessere Idee sich nicht ans Geländer zu stellen. Also setzte man sich lieber gemütlich auf eine Couch und stieß auf einen schönen Konzertabend an.

Um Punkt 19:00 Uhr betraten Your Demise dann die Bühne und die Höhenangst war dann auch kurz vergessen.

Your Demise

Wer auf Hardcore steht oder in den Hardcore-Gewässern sein Seepferdchenabzeichen erfolgreich absolviert hat, dem sind Your Demise sicherlich zumindest ein Begriff.

Die fünf Engländer spielen Standard-Hardcore-Gedödel vom feinsten und wenn man als Redakteur das Pech hat, einen Redakteur dabei zu haben, der auch kaum bis wenig Hardcore-Musik hört, kann man sich erst recht nicht für die Band begeistern.

Trotzdem versucht man nun, objektiv auf das Konzert zu schauen - subjektiv gesehen war es wohl eine echt coole Show. Dies konnte man zumindest in den Gesichtern der Fans um einen herum ablesen, die wilden Mosh- und Circlepits sprachen eine eindeutige Sprache und auch das Mitgegröle bei den Gang-Vocal-Parts zeigte, dass es Leute gibt, die etwas mit dieser Musik anfangen können. Your Demise erwiesen sich als wahre Entertainer, klatschten mit den Fans ab und animierten die Fans zum Crowdsurfen. Der schlechte Sound im Grünspan machte es zumindest den beiden Redakteuren nicht leichter, die Band besser zu finden, doch die ausgelassene Stimmung und den Spaß, den all die anderen Anwesenden hatten, steckte irgendwann zumindest etwas an. Voller Spielfreude klimperte man in die Saiten und schrie irgendetwas ins Mikrofon, was man als Nicht-Songtext-Vertrauter auch nicht verstand. Egal, Your Demise lieferten eine gute Show ab und somit hat man sie vor ihrer, für 2014 geplanten Bandauflösung zumindest nochmal gesehen.

 

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