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Break The Ground 2014

Eine Tüte gemischte Gefühle für den dritten Festivaltag

Eigentlich hat die Organisation alles richtig gemacht: Ein abwechlungsreiches Billing aller härteren Musikgenres, günstige Preise an der Theke, das Wetter schlägt nur ganz wenige Kapriolen am dritten Tag, denn die wenigen Regentropfen sind für regelmäßige Festivalgänger ein Witz, und mit der gerade stattfindenden Fußball-WM kollidieren sie ebenfalls nicht. Leider ist der dritte nach Rückmeldung einiger Anwesenden der am schlechtesten besuchte Tag, was vielleicht auch daran liegt, dass Gäste aus dem Ruhrgebiet wegen des Unwetters eine Woche zuvor – tausende Bäume haben Straßen blockiert, den öffentlichen Nahverkehr zum Erliegen gebracht – nur bedingt (wie der Verfasser dieser Zeilen; Anm. d. Red.) oder gar nicht anreisen konnten. Und trotzdem fällt das Fazit positiver aus als befürchtet.

Scumdogz

Den Auftakt am dritten Festivaltag liefern die Hannoveraner Hard Rocker Scumdogz, die seit gut zwei Jahren zusammen sind und mit dreckigem Rock’n’Roll daherkommen. Bisher haben sie mit „100% Live – Til Deaf Do Us Part“ eine Live-CD veröffentlicht, nebenbei haben sie in der Vergangenheit auch schon reichlich Shows spielen können.

Das Quintett hat es heute aber schwer, denn nicht nur, dass der Himmel mit dicken dunklen Wolken mehr nach Schauer als nach Partylaune aussieht, sondern auch die FestivalbesucherInnen gönnen sich in der Masse eher eine Auszeit, sodass nur ein recht übersichtliches Völkchen vor der Bühne auf die Show wartet. „Break The Ground, habt ihr auch so viel gesoffen wie ich?“, will Frontmann Julian wissen, der genau dieses Thema noch ein paar Mal anschneiden wird, hier aber nur übersichtliches Feedback bekommt. Für das anschließende „Tattoed Demon“ können die Scumdogz jedenfalls recht okayen Applaus einheimsen, viel mehr wird es heute auch nicht, denn auch während der Show wird es nicht wirklich voller auf dem Festivalplatz.

Nach dem Stampfer „Gasoline Bitches“ haut Julian noch kurz ein „Prost ihr Säcke“ heraus, mit dem anschließenden „Blood Brothers“ legen sie noch eine rotzrockende Schippe drauf. Bei „Wrecking Ball“ soll dann ein Fan der ersten Reihe auf die Bühne, doch vielleicht sind es die „Ausziehen“-Rufe, die genau dieses verhindern – bis auf ein wenig Gegröle passiert da nichts weiter.
Die Hannoveraner schaffen es aber auch nur bedingt, das knappe Publikum aus der Reserve zu locken, viel zu statisch bewegen sie sich auf der Bühne, lediglich Bassist Andre lässt ein bisschen deutlicher die Rocksau raus – davon könnten einfach alle etwas mehr gebrauchen, mehr „Eier“ für mehr Authentizität sozusagen.

Setlist:

Hope You Gonna Die
Scumdogz
Tattoed Demon
Gasoline Bitches
Blood Brothers
Sell My Soul
Queen Of The Scene
Wrecking Ball
Pissin’ On Your Grave
Ladies Last Hope
Rock’n’Roll

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