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Booze & Glory, Giuda & The Analoge im Konzert (Leipzig, Dezember 2019)

Geniales Tour-Finale

Giuda geben eine starke Vorstellung

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Giuda

Von Polen geht es nun hinüber nach Italien und damit zu Giuda, welche mit „Overdrive“ starten. Die fünfköpfige Truppe widmet sich erfreulicherweise der englischen Sprache, was der Verständlichkeit und damit ebenfalls der Stimmung im Klub recht zuträglich ist. Auch musikalisch rücken die Italiener doch ein ganzes Stück von ihren Vorgängern ab, es gibt Rockmusik, die sich stark an den Siebzigern orientiert. Mal drängt es stärker in die Hard Rock-Richtung, dann kommt ein Schuss Punk hinzu und somit ist eine vielfältige Ausrichtung gegeben.

„Back Home“ hegt zum Beispiel einen kräftigen Hang zum 70-er Glam Rock, den man anständig zelebriert. Zudem hat die Truppe den ungemeinen Vorteil, dass sich für den Gesang mit Lorenzo und Tenda gleich zwei Mann zuständig fühlen, was die Stücke noch etwas abwechslungsreicher gestaltet. Aber gerade bei Tenda muss man sich eh keine Gedanken machen, dass irgendwann Langeweile einzieht, der Typ ist tatsächlich das Inbild einer Rampensau. Ständig am Anheizen und bis zur Ekstase in den Titeln aufgehend, hat er einen nicht unerheblichen Anteil, dass nun auch etwas Stimmung in die Hütte kommt. Selbst wenn Giuda sich ebenfalls nicht des höchsten Bekanntheitsgrades sicher sein dürften, wird nun hin und wieder mitgeklatscht oder einfach rhythmisch mitgegangen.

Mit „Space Walk“ kommt ein weiterer Song ihres aktuellen Album „E.V.A“ zu Gehör, welches insgesamt ein Augenmerk Richtung Weltall hat und passenderweise auch etwas spaciger klingt. Wobei die Unterschiede nicht so markant sind, dass das Konzert zerrissen wirkt. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall, alle Titel sind gut aufeinander abgestimmt und so wirkt der Gig unheimlich bündig. Stellenweise spielt der Fünfer gar so übergangslos, dass sich alles zum einem großen Ganzen vereinigt.

Auf Ansagen verzichten die Römer ebenfalls, aber bei einem Track wie „Hey Hey“, der entfernt an The Beatles erinnert, brauch man eh nichts zu sagen, er verfügt über ausreichend Mitgröl-Potenzial, um die Zuschauer komplett aus der Reserve zu locken. Auch „Wild Tiger Woman“ knallt ordentlich und somit können Giuda beim abschließenden „Roll On“ auf ein feierfreudiges Publikum schauen. Und auch beim letzten Titel lassen sich die Italiener nicht lumpen und bieten feinsten Rock’n’Roll, der nicht nur gut in die Beine geht, sondern auch zeigt, dass sie anständig ihre Instrumente zum Glühen bringen können. Dass dies eine saustarke Leistung war, darüber sind sich wohl alle einig, zumindest lässt dies der Applaus erahnen.

Setlist:

Overdrive
Tartan Pants
Back Home
Coming Back To You
Get It Over
Space Walk
Watch Your Step
Born Under A Bad Sign
Get On The Line
Number 10
Hey Hey
Wild Tiger Woman
Roll On

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