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Blitzkrieg, Lucid Dreams, Sariola im Konzert (Oberhausen, September 2014)

Seltsame musikalische Zusammenstellung

Gestern Abend die Show in Siegburg ist ausgefallen, Gründe dafür wurden nicht genannt. Vielleicht lag es ja am Ticketvorverkauf, denn auch heute Abend sieht es erst einmal recht mau mit BesucherInnen aus; die Opener Sariola spielen vor vielleicht drei Handvoll Menschen, bei Lucid Dreams sieht es dann schon freundlicher aus und bei Blitzkrieg kommen sie dann doch alle aus den helveteschen Ritzen gekrochen.

Sariola

Ob sich Sariola einen großen Gefallen getan haben, auf diese Tour aufzuspringen? Viele gehen heute Abend davon aus, dass die DuisburgerInnen als lokaler Support mit an Bord sind, dabei wird die Truppe die komplette Tour als Anheizer fungieren, und das auch noch zumindest aktuell in geschmolzener Besetzung, sind doch Keyboarderin Leandra Ophelia Dax und Bassist Reaper nicht dabei. Warum, steht noch aus, weder innerhalb der Show noch auf ihren Informationsseiten Homepage oder Facebook ist da etwas zu finden – alle Keys kommen somit vom Band.

Dabei ist dieser Abend doch für die Band etwas Besonderes, denn heute kommt die neue EP „From The Dismal Sariola“ heraus. Bisher hatten sie da mit „The Sphere Of Thousand Sunsets“ ihren ersten Longplayer aus dem Jahre 2006 – neu herausgebracht unter „The Sphere Of Thousand Sunsets V 2.0“ vor zwei Jahren – sowie der „Deathfrozen Silence“-EP zwei respektive drei Releases in ihrer Vita.

Zurück zu dem Gefallen, denn die Anwesenden heute Abend sind natürlich auf den NWOBHM von Blitzkrieg gepolt, da ist die Sariolasche Version des Extreme Dark Metal – so ihre eigene Bezeichnung – schon sehr befremdlich: Viel Pagan ist herauszuhören, häufig rasend schnell, dazu variabler Gesang von gepresst gesprochenen Passagen bis hin zu fast hysterischen Screams und opernhaften Ausflügen.

So wundert es nicht, dass Sariola heute Abend beim Publikum gnadenlos durchfallen, ein wenig Höfflichkeitsapplaus bekommen sie aber trotzdem, nur wirklich was abzustauben ist für das Quartett heute nicht. Dabei wirken sie regelrecht aufgepeitscht, stürmisch wird Oberhausen begrüßt und Loreley von Rheinhausen weist auch auf die Besonderheit des Abends hin, aber die Truppe muss sich der Ignoranz auf der anderen Seite stellen. Bemerkenswert, wie sie das Konzept ihrer Show durchziehen, wozu auch die optische Aufmachung zählt, was dann ganz gerne im Publikum als eine Mischung aus Herr der Ringe trifft auf Klingonen bei Mad Max in der Donnerkuppel bezeichnet wird.

Loreley versucht zwar noch, das Desinteresse mit ein paar kurzen Ansagen aufzubrechen, doch weder die neue EP noch die beiden Tracks von der 2009er-Ausgabe können die Leute in der Helvete erreichen. Das ist nichts für beide Seiten.

Setlist:

Siren In Seven Mirrors
From The Dismal Sariola
Hexshadowed
Deathfrozen Silence
Crystal Fracture

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