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Blind Guardian, Van Canto, Steelwing im Konzert (Bamberg, Oktober 2010)

Ein grandioses Konzert der Metal-Heroen

Blind Guardian hatten an ihrem Auftritt sichtlich Spaß.

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Es ist Herbst in Bayern. Draußen ist es kühl und zugig. Die Blätter wehen träge von den Bäumen, alles ist trist und grau. Doch heute Abend nicht in Bamberg, denn keine Geringeren als die Großmeister Blind Guardian haben in die Bamberger JACKO Arena geladen. Mit von der Partie sind Van Canto und Steelwing. Die anfangs mit angekündigten Enforcer mussten aus bislang immer noch unklaren Gründen absagen. So ungefähr dreitausend Seelen dürften sich in der Arena eingefunden haben um ihren Göttern zu huldigen. Recht viel mehr könnte man auch nicht mit Gewalt auf das Parkett quetschen. Doch bevor Blind Guardian die Hütte einreißen, geben sich noch die beiden anderen Bands die Ehre.

Steelwing

Steelwing haben den undankbaren Platz des Openers für diesen Abend inne. Nichtsdestotrotz spielen und posen sich die Schweden durch ihr durchaus interessantes Set. Im Gepäck haben die Jungs ihr Debütalbum „Lord Of The Wasteland“. Nachdem das Intro „Welcome To The Wasteland“ verklungen ist, legt das Quintett mit dem Titel „Headhunter“ richtig los. Der äußerst rockige Song schiebt gut an und es befinden sich auch schon recht viele Zuschauer in der Arena. „The Nightwatcher“, ein recht gitarrenlastiger Kracher mit viel Screamgesang macht dann da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. „The Illusion“ und „Sentinel Hill“ sind zwei rockige, solide Songs, die Lust auf mehr machen. Doch leider steht mit dem Headbang-Kracher „Roadkill (...Or Be Killed)" auch schon das letzte Lied für Steelwing auf der Setlist. Es bleibt zu beobachten, was die junge Band aus sich macht.

Setlist:

1. Welcome To The Wasteland
2. Headhunter
3. The Nightwatcher
4. The Illusion
5. Sentinel Hill
6. Roadkill (...Or Be Killed)

Van Canto

Den zweiten Slot des Abends haben Van Canto für sich reserviert. Die A-Capella-Band hat in letzter Zeit gut Fahrt aufgenommen und dieses Jahr schon einige Hammergigs abgeliefert. Das dieses Jahr erschienene Album „Tribe Of Force“ wurde allgemein gut anerkannt und somit freuen sich viele der anwesenden schon auf die fünf Vokalakrobaten und ihren Schlagzeuger. Gleich zu Beginn drehen Van Canto mit „Lost Forever“ voll auf und legen einen genialen Start in ein beachtenswertes Set hin. Es ist schier unvorstellbar, dass den Sängern bei den langen Gesangsparts nicht die Luft knapp wird. Mit „Wishmaster“ steht die erste Coverversion auf dem Plan. Bei dem Stück, das im Original von den Finnen Nightwish stammt, kann Sängerin Inga Scharf ihr Stimmvolumen unter Beweis stellen. Und das gelingt ihr mit Bravur.

Während die Band auf der Bühne ihr Bestes gibt, braut sich im Zuschauerraum ein regelrechter Hexenkessel zusammen. Die darin befindlichen Fans feiern ihre Band, diese erwidert den Applaus mit der Anleitung „To Sing A Metal Song“. Als vierten Titel haben sich die Musiker den Titel „Rebellion“ der Urgesteine Grave Digger ausgesucht. Spätestens jetzt dürfte jedem in der Halle klar sein, dass Van Canto eine Ausnahmeband sind, die es immer wert ist angesehen zu werden. Geschickt weben sie ein Medley aus ihrem Stück „The Mission“ und dem Klassiker „Master Of Puppets“ von Metallica. Der wahnsinnig geile Chorus von „The Mission“ scheint sich in der Arena zu vervielfachen und ein Eigenleben zu entwickeln. So ist es auch nicht weiter verwunderlich das viele den Refrain mitsingen. Leider neigt sich dieser Gig nun dem Ende entgegen. Die Band nutzt die verbleibende Zeit,, um die Stimmung auf Blind Guardian einzustellen. Und das machen sie hervorragend mit Iron Maidens „Fear Of The Dark“. Noch lange nachdem die Band schon die Bühne verlassen hat, rufen die Zuschauer noch nach einer Zugabe. Doch die Uhr kennt kein Erbarmen und es bleibt einfach keine Zeit. Ein zu kurzes, aber starkes Konzert, das Lust auf mehr macht.

Setlist:

1. Lost Forever
2. Wishmaster
3. To Sing a Metal Song
4. Rebellion
5. The Mission / Master Of Puppets
6. Fear of the Dark

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