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Blackfield Festival 2011

Ein durch und durch gelungenes Festival

Mexikanische Electro-Power: Rabia Sorda

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Rabia Sorda

Nun aber wird es mexikanisch. Tequila? Chili? Nein, nichts davon. Und doch wird es nun feurig. Erc Aicrag, bekannt auch als Frontmann der Band Hocico betritt die Bühne und ist fortan nicht mehr zu bremsen. Er fegt über die Bretter, er kreischt ins Mikro und lässt allem freien Lauf. Anfangs spielt derKeyboarder noch E-Gitarre, lässt diese aber nach Song zwei E-Gitarre sein und kümmert sich fortan um die Tasten. Was die Blackfield-Gänger hier auf die Ohren bekommen, ist eine feine Mischung aus 80ern, Electropunk und Hardfloor. Interessant ist auch, dass nun viele den Regen Regen sein lassen, Schirme beiseite legen und tanzen, was das Zeug hält. Es ist aber viel zu schwer, sich hier noch halten zu können. Erc zündet, wie heute noch keine Electroband und macht aus seiner kurzen Spielzeit das Beste. Mit dem Song „Radio Paranoia“ trifft er den Geschmack der meisten und fegt nach wie vor wie ein Derwisch über die Bohlen, die die Welt bedeuten. Aber auch „Save Me From My Curse“ brennt und zündet, wie es sich gehört. Ercs Shouts, die Melodien der Songs sind das, was nun gerade gebraucht wurde. Die Abwechslung im gesamten Bühnenprogramm kann nicht besser gewählt sein. Das einzige Manko an dieser Stelle: die immer sehr kurze Spielzeit. Es ist eben ein Appetitholen für künftige Konzertgänge. Rabia Sorda gewinnen heute neue Fans hinzu und einige Stunden nach dem Auftritt sieht man doch den einen oder anderen Besucher mehr mit Fan-Shirt der deutsch-mexikanischen Band.

Apoptygma Berzerk

Nun ist es Zeit für die norwegische Band Apoptygma Berzerk, die auch keine neuen Gesichter auf dem Blackfield Festival sind. Sie waren 2009 schon hier und überzeugten in alter Formation die damaligen Besucher. Nun also der Recall in neuer Formation. Das Set beginnend mit „Love Never Dies“, merkt Stephan erstmal nicht, dass sein Mikro den Dienst versagt. Er ist nicht zu hören, doch schnell ist das Gerät überredet und sein Gesang hallt bis in die letzten Ränge. Zuletzt im Vorgramm von Unheilig in Deutschland auf Tour gewesen, hat er nun doch wieder ein schwarzes Publikum vor sich. Dieses lässt sich auch nicht lange bitten und tanzt und singt, was das Zeug hält. Die Band heute unisono in schwarz, rot gekleidet macht auch äußerlich einen Topeindruck, so dass ein jeder vorne auf der Bühne als Blickfang fungiert, nicht alleine die seit 2010 akquirierte Keyboarderin Leandra Ophelia Dax. Doch fesselnd ist vor allem das Geschehen auf der Bühne. Apoptygma Berzerk sind einfach eine großartige Liveband und Songs wie „Kathy’s Song“ oder „Starsign“ kommen super beim Publikum an.

Bei Shadow schnappt sich der Schlagzeuger dann die zweite Gitarre und ein neuer Schlagzeuger bearbeitet dieses zeitgleich mit dem Tambourin und leistet Stephan ebenfalls gesanglich Gesellschaft. Bei „Non Stop Violence“ brechen dann alle Dämme, zum einen hat der Regen plötzlich aufgehört, so dass die Enge vor der überdachten Bühne lichter wird und zum anderen ist der Song einfach zum brennen da. Dann müssen die Fans schon die Worte hören: This is our final song. und die Klänge von dem altbekannten „Major Tom“ erklingen. Stephan, der die Zeilen auf englisch singt, wird zum Ende von Leandra auf deutsch unterstützt. Beschwingt endet der Auftritt wieder mit einsetzendem Regen.

Setlist:

Love Never Dies
Paranoia
Kathy‘s Song
Shadow
Starsign
Non-Stop Violence
Major Tom

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