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Blackfield Festival 2011

Ein durch und durch gelungenes Festival

Solar Fake zeigten, was Elektronik alles kann

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Autodafeh

Als nächstes wird die schwedische EBM-Gruppe Autodafeh angekündigt und auch direkt bemerkt, dass der Auftritt dieses Mal ohne Anders, den Keyboarder, stattfinden muss. Denn dieser ist Papa geworden und bedient derzeit ganz andere Tasten. Doch Ersatz wurde gefunden und so steht einem energiegeladenen Auftritt nichts mehr im Weg. Die Schweden sind für zündende elektronische Körpermusik bekannt und auch ihre letzte Veröffentlichung „Identity Unknown“ hat gute Kritiken einheimsen können. So geht es dann auch los. Mika geht aufs Publikum ein und dirigiert dieses zum stetigen Mitmachen. Auf das Elektroschlagzeug wird derart eingedroschen, dass dem Schlagzeuger nach kurzer Zeit schon total warm ist - was definitiv nicht an den draußen herrschenden zwölf Grad liegen kann. In jedem Fall kommt das, was die Schweden abliefern, gut an. Songs wie „Fuel On Fire“ oder „Souls Of Destruction werden zum Anlasse genommen, den Körper ordentlich durchzuschütteln. Immer wieder animiert aber Mika, noch mehr zu tun. Auch der Song „Divide We Fall“ vom aktuellen Album kommt bei den Blackfield-Besuchern gut an und schon ist der viel zu kurze Auftritt vorbei und die Schweden verlassen, sich verneigend, die Bühne.

Solar Fake

Nun ist es Zeit für eine Größe in der Gothic-Szene, die dort nicht wegzudenken ist. Gemeint ist Sven Friedlich mit seinem Projekt Solar Fake. Er ist aber weder Neuling in der Szene noch auf dem Blackfield Festival, wo er schon 2008 gezeigt hat, was geht. So will er dies auch heute tun. Solar Fake ist die elektronische Seite von Sven, die rockige lebt er mit seiner Band Zeraphine aus. Für ihn war es interessant, Musik zu machen, die komplett elektronisch hergestellt ist und genau das wird nun dem Nordsternpark in Gelsenkirchen präsentiert. Sven hat vor allem Spaß daran, Witze übers Wetter zu machen und über den nicht aufhören wollenden Regen. Das aber hält wohl niemanden wirklich davon ab, sich den Auftritt anzusehen. Der Platz vor der Bühne ist ebenso gut gefüllt wie die Ränge. Es ist doch eh so: „Sonne macht albern“. Die Setlist des Elektro-Projekts ist gut gemischt, es sind sowohl alte Songs dabei, als auch Songs vom bald erscheinenden Album „Frontiers“. Die Scheibe erscheint erst am 22. Juli und Sven meint, sich immer entschuldigen zu müssen, wenn er wieder einen neuen Song ansagt. Muss er gar nicht, denn was die Fans hier auf die Ohren bekommen, gefällt ihnen. Sie tanzen und bewegen sich, halten sich warm und trotzen so dem schlechten Wetter hier mitten im Ruhrgebiert.

Sven ist dann etwas irritiert, weil sein In-Ear ausgefallen ist und er nur den schiefen Gesang aus dem Publikum hören kann, aber auch das ist schnell korrigiert und er stimmt das Cover „Such A Shame“ von Talk Talk an. Hier singt dann wirklich jeder mit, vorausahnend, dass der Act schon bald vorbei ist. Zum Schluss folgt nochmals ein neues Stück und man muss an dieser Stelle sagen, dass sich die Songs des Albums „Frontiers“ hören lassen können und sicher auch gekauft werden. Nun verneigt sich Sven und die ersten Zugabe-Rufe werden hier laut.

Setlist:

The Shield
Pain Goes By
More Than This
Parasites
Here I Stand
Such A Shame
The Rising Doubt

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