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Blackfield Festival 2011

Ein durch und durch gelungenes Festival

Mit Schandmaul ging ein tolles Festival zu Ende

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Schandmaul

So lange wie man auf dieses Festival gewartet hat, so schnell ist es dann auch vorbei und die letzte Gruppe wird angekündigt: Nun ist Zeit für Schandmaul. Sie selber bemerken, dass sie an diesem Tag der Funken Farbe auf einem „Schwarzkittelfest“ sind. Ja, das sind sie und es haben auch schon einige Besucher das Feld geräumt; die, die da sind, haben aber genau auf diesen Auftritt gewartet.

Es wird nun noch einmal mittelalterlich, es gibt Trinklieder und Instrumente, die nicht abstürzen können, wie der Frontmann bemerkt. Wohl aber ist er abgestürzt. Er hat eben gemerkt, dass „Rolle Vorwärts“ in seinem Alter dann doch nicht mehr klappt und trägt nun die linke Hand in einem Verband. Leider hindere ihn dies am Gitarre und Akkordeon spielen sowie am Herumspringen. Aber das könne das Publikum ja übernehmen - und genau das tut es auch. Es springt, hüpft, grölt und schunkelt. Das Set ist eine schöne Mischung aus bekannten Songs und dem neuen Album „Traumtänzer“. Thomas kündigt als zweiten Song dann auch „Auf Hoher See“ an und nimmt direkt wahr, dass die Menge den Text schon gelernt hat.

Schon beim dritten Song „Trinklied“ geben die Fans noch einmal alles und irgendwie fragt man sich nach zehn Stunden, wo sämtliche Anwesenden die Kraft hernehmen. Diese wird jetzt definitiv von der Bühne projiziert - Anna Katharina und Birgit kommunizieren auf derart zauberhafte Weise mit dem Publikum, dass an Erschöpfung überhaupt nicht zu denken ist. Dann  fordert Thomas die doch etwas trägeren Ränge auf, ihm den Mittelfinger zu zeigen, denn wenn man soweit ist, dann kann man auch mit den Fingern schnipsen und ersetze so die nicht mitgebrachte Percussiontruppe. Dafür brauche man auch keinen Strom - wieder ein Seitenhieb auf die vorher in Rauch aufgegangene Band Combichrist. Um seinen Ausfall an der Akustikgitarre zu ersetzen, bedankt sich der Fronter noch schnell bei Eddie, der „ganz fix gelernt habe, die Akustikgitarre zu lernen.

Song um Song macht die Band Party vorne auf der Bühne und so kommt es auch hier wie es kommen musste, der letzte Song ist da, schneller als gedacht und mit „Dein Antlitz“ verlassen Schandmaul die Bühne.

Setlist:

Kein Weg Zu Weit
Auf Hoher See
Trinklied
Leb!
Der Alchemist
Mit Leib Und Seele
Assassine
Das Teufelsweib
Lichtblick
Pakt
Drachentöter
Traumtänzer
Hexeneinmaleins
Frei
Die Walpurgisnacht
Der Krieger
Dein Antlitz

Das war es, das vierte Blackfield Festival. Toll war es und ein Hoffen auf eine fünfte Ausgabe keimt hoch. Die Mischung der Bands hätte nicht ausgewogener sein können. Die Vielzahl an Ständen für den Bummel zwischendurch war gut gewählt. Hart allerdings der Getränkepreis mit 3,50 €, wäre es günstiger, wäre sicher mehr eingenommen werden. Ein Dankeschön gilt aber an dieser Stelle nicht nur den Bands, denen dieser Artikel gewidmet ist, sondern vor allem den Veranstaltern, die es wieder möglich gemacht haben, an einer Veranstaltung teilhaben zu können, die super organisiert war. Es wurde an alles gedacht, von Merchständen über vegetarische Kost bis hin zu ausführlichen Autogrammstunden. Nun bleibt nur noch die Frage offen: Wie viele Tage sind es noch bis zum fünften Blackfield Festival in Gelsenkirchen?

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