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Black Messiah im Konzert (Oberhausen, November 2016)

Große Sause zum 25. Jubiläum

Feier feste Feste wie sie fallen – Black Messiah mischen da locker mit und laden zum 25jährigen Bandjubiläum ins Resonanzwerk nach Oberhausen. Natürlich ist dieses Wochenende hier im Pott einmal mehr der pure Konzertwahnsinn, die Gelsenkirchener Pagan Metaller können sich aber auf ihre Fans verlassen. Und wer denkt, dass sich hier lediglich die lokale Fanszene zusammenrottet, der hat sich gewaltig geschnitten. Lange gehen die beiden aus München mit der längsten Anreise durch, doch das wird dann locker von dem kleinen Trupp aus dem Vorarlberg im westlichen Österreich getoppt – von nah und fern bedeutet ergo, dass die Halle richtig gut gefüllt ist, alles bereitet für einen besonderen Abend, der von den 13 Gastmusikern geprägt ist und sich trotz der halbe Stunde Pause mitten im Set mehr als kurzweilig gestaltet.

Wer voll auf die Frühwerke gepolt ist und sich deutlich mehr Black Metal auf den Zettel schrieb, der wird natürlich von den Folk-Einflüssen abgeschreckt. Das betrifft heute Abend aber nur eine Hand voll der Anwesenden, der Rest ist auf Party gepolt und drängt dicht bis an die Bühne heran – Black Messiah zum Anfassen, hier stört kein Foto- oder Sicherheitsgraben den Konzertgenuss. Bei der aktuellen Bandbesetzung selbst macht sich eine Stimmung aus nervöser Anspannung und vorfreudiger Gänsehaut breit, der Soundcheck unter Ausschluss der Öffentlichkeit manifestiert sich als Belastungsprobe gerade für den Soundtechniker, muss der doch dann im Laufe des Abends immer auf Hochspannung diverse Wünsche erfüllen – Flöten, Dudelsack, Akustikklampfen und auch Stromgitarren, Keyboards und Drums oder aber Bass stellen allesamt ihre Ansprüche.

Als es aber endlich mit ein paar Minuten Verspätung losgeht, da ist der ganze Vorbereitungsstress vergessen, denn die Fans empfangen Black Messiah mit großen Hallo und nicht wenige toben sich schon früh im Moshpit aus – schon beeindruckend, wie lautstark der Chor zu „Söldnerschwein“ sich einbringt. Überhaupt, der Kontrast des Abends könnte gar nicht breiter aufgefächert werden: Zum einen bringt das Sextett mit „Mit Blitz und Donner“ schon früh einen Ausblick auf das nächste Studioalbum, zum anderen markiert „Old Gods“ - übrigens mit Frank Blackfire (Assassin, ex-Kreator, ex-Sodom) - aus den Debützeiten die Frühphase der Band. Und während es bei der „Naglfar-Saga“ ab „The Final Journey“ nicht nur durch „Mother Hel“ - mit Mayze-Maike, Sänger Markus „Mönch“ Wahlers, The Very End-Klampfer René, ex-Drummer Brööh, ex-Tastendrücker Agnar an den Boards sowie Gitarrist Frangus – abwechlungsreich und heftig aus den Boxen dröhnt, so dominieren die zarteren Töne bei den Irish-Folk-Ausflügen – mit Baschi am Dudelsack bzw. der Flöte, Flötist Späg und Akustikklampfer Schawes (Moron’s Dew).

Als besonderer emotionaler Moment, und das nicht nur für Frontmann Zagan, geht dann mit Sicherheit „Witching Hour“ durch, schließlich steht er da mit seinem Sprössling Erik auf der Bühne und rockt wenig rumpelig zusammen mit Neuklampfer Donar sowie Drummer Surtr, was das Zeug hält. Die beiden Partykracher „Söldnerschwein“ und vor allem ganz am Schluss das schon vorher durch Singen geforderte „Sauflied“ wird nicht nur vom Irish-Folk-Quartett erweitert, sondern auch durch Sänger Stef (Jörmungand) geprägt, wobei die Fans glatt mal für eine Zentimeter dicke Pelle sorgen. Ein wenig überrascht dann doch, dass die ganzen Wechsel für keinen Bruch im Ablauf sorgen, wie man im Vorfeld hätte annehmen können. Dann ist aber auch Schluss mit dem Mammutprogramm quer durch die eigene Historie, schnell kommen Wünsche auf, das ganze doch zu wiederholen, aber auch so hat der Abend ganz sicher seine Spuren hinterlassen – so feiert man im Pott. Auf die nächsten 25 Jahre oder so...

Setlist:

Intro Symphonia Pagana
Mit Blitz und Donner
Der Ring mit dem Kreuz
Irminsul
Irish Folk
Söldnerschwein
Lindisfarne
Christenfeind
Jötunheim
Witching Hour (Venom-Cover)
Andacht

PAUSE

Intro In Remembrance
Gulveig
Riding The Drakkar
Intro Old Gods
Old Gods
Irish Folk
Wildsau
Prologue - The Final Journey
Mother Hel
On Board
Sailing Into Eternity
---------------
Windloni
Sauflied

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