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Black Label Society, Godsized im Konzert (Hamburg, Februar 2011)

Gott, Familie, Bier - gemäß dieses Mottos luden Zakk und Co. mit Wikingerhelm, Wasserbällen und wehender BLS-Flagge Stoff zu einer emotional-expressiven Familienfeier

Godsized heizen gut ein

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Wie kommt es, dass der Saal der Großen Freiheit 36 voller wirkt, als er eigentlich ist. Zakk Wylde hat e nicht geschafft, die Karten restlos zu vertickern, aber dennoch sind Massen an Menschen versammelt. Bei näherer Betrachtung ist es klar, denn wenn man sonst viele kleine Mädchen und Jungs gewohnt ist, wird man hier von einer beachtlichen Zahl älterer Herren im Midlife-Crisis-Alter empfangen. Kurzes Haar, Bierbäuche und dicke Jacken, begleitet von jüngeren bis zum Hals tätowierten Damen. Dann ist klar, dass das Massenverhältnis zu den sonst üblichen Kleine-Kinder-Emo-Partys ein anderes ist. Dennoch spricht für weniger Quantität nicht gleich mehr Qualität, was sich an späterer Stelle noch zeigen wird.

Godsized

Wie man es aus der Freiheit kennt, fangen Konzerte sehr oft früher als in den Medien angegeben an. Aber heute schlägt es Punkt 20 Uhr als Godsized die Bühne betreten, der einzige Support für diesen Abend.

Godsized ist eine Band, die nicht gerade einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist. Was findet man heraus: Es sind vier gestandene Kerle aus Croydon/UK auf der Suche nach einem Plattenvertrag. Hört man Glen Korner singen, so könnte es eine schwache Version von Lemmy sein, er nuschelt sich ebenso mit einem stark britischen Akzent in seinen Bart, so dass die Hälfte unverstanden bleibt. Gavin Kerrigan dagegen, Bassist, ist wohl eher der Schönling in der Band - schön anzusehen ist er auf jeden Fall! Kleine Bemerkung am Rande: Meistens ist es tatsächlich der Bassist, der die Rolle des Schönen/Attraktiven in einer Band einnimmt – nicht immer, aber auffällig meistens.

Gavin jedenfalls wedelt seine frisch gebürstete Mähne sehr lasziv und grenzwertig oft durch die Gegend. Gitarrenmann Neil Fish macht ihm da fast schon Konkurrenz, langes blondes Haar und Truckercap – der könnte original aus einem amerikanischen Road-Movie entlaufen sein.

Das Genre wird zwischenAls Nicht-Godsized-Kenner ist es schwierig, an Hand von Glens gemurmelten Ankündigungen Songtitel herauszuhören. Auch die auf Zakk Wylde und Co. wartende Menge nimmt den sich entgegen preschenden und durchaus rockenden Sound erst mäßig begeistert auf, doch jubelt dann und wann bei beeindruckenden Soli von Neil, die er durch turnartige Beingrätschübungen untermalt. In ihrer 40-minütigen Performance bieten Godsized sechs Songs und widmen einen sogar dem kürzlich überraschenderweise verstorbenem Musiker Gary Moore: „Fight And Survive“. Zwischendurch gibt es immer wieder mal ein paar metalartige Riffs, die auch die Ohren der härteren Gangart erfreut. Godsized erbringen insgesamt eine gute Einstimmung zu Black Label Society – auch wenn man das Gefühlt hat, dass sie eher „Instrumental-Rocker“ sind: nichts weltbewegend Neues, aber dennoch nicht langweilig.

 

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