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Bitterness, Godslave, Eradicator im Konzert (Ulm, Dezember 2013)

Saus und Braus im Hexenhaus

Godslave lassen ihr neues Album abfeiern

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Godslave

Vom Sauerland geht es weiter zum Saarland. Godslave haben ihr neues Album „In Hell“ mit im Gepäck und wollen dieses natürlich ordentlich präsentieren. Doch bevor die Band loslegen kann, haben natürlich auch Eradicator eine Überraschung parat. Aus dem CD-Player kommt nämlich nicht das Intro der Thrasher sondern die Star Wars-Melodie. Der Spieß wurde also umgedreht und die Musiker auf der Bühne lachen sich jetzt schon krumm. Die Eradicator-Truppe vor der Bühne, die diesen Spaß eingefädelt hat, auch. „Hallo, wir sind Eradicator", witzelt Thommy, bevor es mit „Here Comes The Crew“ vom neuen Album losgeht. Beim Mittelteil lassen sich die Fans schon ganz gut animieren und Godslave gehen nahtlos über zu „Anvilised“ von „Into The Black“. Thommy hat seine Art zu singen deutlich verändert: Der neue, mehr auf Melodie setzende Gesang steht den Titeln sehr gut.

Nun nimmt sich der blonde Schreihals erstmal Zeit, um mit den Fans anzustoßen und die Meute anständig zu begrüßen. Nachdem diese Formalität erledigt ist, gibt es wieder ordentlich auf die Mütze. „Insomniaddict“ ist eine der schnellsten und hektischsten Nummern von „Into The Black“ und ein Garant für ein moshendes Publikum. So ist es auch heute. In der ersten Reihe geht schon gut der Punk ab. Weiter hinten verhält sich die Sache noch etwas zaghafter, aber die Stimmung ist auch hier gut. „Habt ihr warm?“ Diese Frage versteht in Ulm niemand und Thommy provoziert ein paar verdutzt blickende Augenpaare.

Nachdem das Missverständnis geklärt ist, geht es weiter und der griffige Refrain von „I.N.R.Inc“ heizt die Stimmung wieder voll an. „Lieber Farbe im Klo als Scheiße im Malkasten“ – so leitet der sympathische Sänger nicht ganz einfach nachvollziehbar den Titelsong der aktuellen Platte „In Hell“ ein. Auf der Bühne ist es ganz schön eng für eine Fünf-Mann-Band. Immer, wenn die Gitarristen den Platz wechseln möchten, müssen sie sich vorsichtig zwischen dem Shouter und dem Drumset durchschlängeln. Nicht immer gelingt dieses Unterfangen ohne kleinere Kollisionen.

Es geht zurück zur „Out Of The Ashes“-EP ins Jahr 2008. „Slaves To The Black“ drückt wieder deutlich aufs Gaspedal und die Headbanger kommen wieder voll auf ihre Kosten. Als Thommy etwas von der Green Zone erzählen will, wird er von einem Fan lautstark mit dem Zwischenruf „Zombie Panic Holocaust“ unterbrochen. Damit schafft es der Zuhörer doch glatt, den sehr redegewandten Schreihals kurz aus dem Konzept zu bringen. Kurz darauf gibt es aber eine Absage für den geforderten Song vom Album „Into The Black“. Die Begründung ist einfach: „Wir können den Song nicht“, gibt Thommy zu verstehen. Trotzdem wird die Nummer weiter gefordert.

Vorerst geht es aber noch regulär mit „S.O.S.“ weiter. Die kleinen Unterhaltungen zwischen den Songs lockern die Stimmung deutlich auf. Immer wieder tauchen auch Eradicator vor und auf der Bühne auf, um kleine Späßchen abzuziehen oder kräftig mitzusingen. Auch vor und nach „New Blood“ wird lautstark „Zombie Panic Holocaust“ gefordert. Langsam kommt die Band in Bedrängnis. Trotzdem gibt es nun „I Am Legion“ zu verdauen. Damit kann man die Fans zufrieden stellen. Der „schnittige“ (O-Ton Thommy) Song kommt vor allem bei den Headbangern wirklich gut an und Fans sowie Band haben eine Menge Spaß zusammen. Der Stampfer „Scholar Eclipse“ zementiert die gute Stimmung dann noch und Godslave haben jetzt leichtes Spiel.

Jetzt wagen sie es doch: „Zombie Panic Holocaust“ wird gezockt. Allerdings wird die Nummer als ewig nicht geprobt angekündigt. Macht nichts, die Nummer läuft. Spielfehler sind keine zu vernehmen und die Musiker freuen sich einen Ast auf der Bühne. Ähnlich geht es natürlich den Fans, die den Song seit einiger Zeit lautstark fordern.

Es geht dem Ende entgegen. Die Nummer „Vodcarnivore“, die auf der Split-CD „Thrashed Volume III“ zu finden ist, markiert leider das Ende des Godslave-Gigs. Lautstark wird eine Zugabe gefordert, aber es ist schon Mitternacht und es soll noch eine Band kommen. Da bleibt für die Zugabe leider keine Zeit mehr.

Setlist:

  • Here Comes The Crew
  • Anvilised
  • Insomniaddict
  • I.N.R.Inc
  • In Hell
  • Slaves To The Black
  • S.O.S.
  • New Blood
  • I Am Legion
  • Scholar Eclipse
  • Zombie Panic Holocaust
  • Vodcarnivore
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