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Bitterness, Godslave, Eradicator im Konzert (Ulm, Dezember 2013)

Saus und Braus im Hexenhaus

Die Stimmung steigt nach und nach bei Eradicator

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Es ist ein beeindruckendes Gebäude, das Fort Unterer Eselsberg. Es gehört zur Bundesfeste Ulm und in einem kleinen Teil des wuchtigen ehemaligen Militärgebäudes befindet sich das Hexenhaus. Die schnuckelige Location soll der Schauplatz für das Tourfinale der "Wanted - Thrashed And Alive"-Tour von Godslave und Eradicator werden. 

Eradicator

Eigentlich sollten heute Abend vier Bands spielen. Eine Band fällt jedoch aus und somit wird der Setbeginn kurzerhand nach hinten geschoben. Diese Entscheidung ist auch gar nicht so schlecht, denn um 21 Uhr sind auch genug Gäste im Hexenhaus angekommen, die die nun beginnenden Eradicator angemessen abfeiern können. Dabei ist es Brauch, dass sich die Bands am letzten Tourtag gegenseitig kleine Streiche spielen, um den Abschluss gehörig zu untermalen.

Den ersten Spaß haben sich Godslave gleich zu Beginn mit den Sauerländern erlaubt. Statt dem eigentlichen Intro gibt es die Titelmelodie zu Star Trek. Die vier Musiker – alle bekennende Star Wars-Fans – schauen schon etwas verdutzt, müssen jedoch schmunzeln als die Godslave-Jungs grinsend vor der Bühne auftauchen.

Jetzt gibt es erst einmal Musik. „Madness Is My Name“ schallt es aus den leider ganz schön unterdimensionierten Boxen der PA. Für die Gitarren reicht die Anlage schon noch, aber die Bassdrum geht leider hoffnungslos unter. Die Stimmung im Hexenhaus kocht noch nicht so richtig hoch, aber immerhin ist der Veranstaltungsraum ordentlich mit neugierigen Musikfans gefüllt.

Wenn es auch noch keine Begeisterungsstürme für das Quartett gibt, so erntet die Band doch auch schon bei den ersten Nummern ernst gemeinten Applaus. Ab „Trigger To Apocalypse“ lockert sich die Situation nach und nach deutlich auf. Schon als der Bass den Titel anstimmt, bringen sich ein paar Headbanger vor der Bühne in Stellung und die Party kann steigen.

Die Ankündigung, dass Drummer Peter anlässlich seines Geburtstages eine Lokalrunde wirft, stößt auf heftigen Widerstand des Trommlers. Er hatte sich seine Geburtstagsfeier wohl anders vorgestellt.

Mit einem Klassiker der Truppe geht es weiter. „Capital Punishment“ schlägt ein wie eine Bombe und kann die Zuhörer weiträumig zum Mitmachen animieren. In einem komplett neuen Song namens „Evil Command“ geht es um MKULTRA, ein Pseudoforschungsprogramm amerikanischer Geheimdienste zur Bewusstseinskontrolle. Die recht fetzige Nummer kommt ebenfalls gut an und kann die Stimmung auf hohem Niveau halten. Was die Band in diesen Minuten noch nicht weiß, ist, dass sich Unheil in Form von Godslave anbahnt.

Während „Baptized In Blood“, einer Abrechnung mit der katholischen Kirche, stürmen die Musiker der Saarland-Thrasher die Bühne im Hexenhaus und bringen Eradicator ganz schön durcheinander. Mit Papphütchen und Luftschlangen bewaffnet verzieren sie die spielenden Musiker ohne große Gegenwehr. Selbst eine rosa Federboa findet den Weg um den Hals des Frontmannes. Sichtlich amüsiert lassen die vier Protagonisten dieses Anschlages die Aktion über sich ergehen.

Mit großem Gelächter wird die Aktion im ganzen Hexenhaus aufgenommen. Die Godslave-Musiker freuen sich über ihre gelungene Aktion, Eradicator amüsieren sich über sich selber und die Zuhörer verstehen erst mal gar nicht, was da gerade passiert ist. Sänger Sebastian erläutert die Umstände und erntet nun begeisterten Applaus für die Erklärung.

Basser Zoppe wechselt für eine Strophe ans Mikro. „When Bullets Drop Like Rain“ wurde vom Mann am Tieftöner verfasst und er ist es nun auch, der den Text in Richtung Publikum brüllt. Mit „Final Dosage“ und „Possessed By The Devil“ endet der Gig nun schon fast unter begeistertem Applaus. Eradicator haben das Hexenhaus gerockt, so viel steht fest.

Ganz am Ende sind die Sauerländer aber noch nicht. Zum Abschluss feuert das Quartett noch ein Metallica-Cover in die Hütte. „Creeping Death“ wird absolut fehlerfrei und mit Leichtigkeit zum Besten gegeben. Dass nun das ganze Hexenhaus johlt - ist ja klar. Trotz weiterer Zugabenforderungen räumen die Musiker nun zügig die Bühne für Godslave.

Setlist:

  • Madness Is My Name
  • War In My Head
  • Trigger To Apocalypse
  • Born Of Hate
  • Capital Punishment
  • Evil Command
  • Baptized In Blood
  • When Bullets Drop Like Rain
  • Final Dosage
  • Possessed By The Devil
  • Creeping Death
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