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Billion Dollar Babies, Skapa Flöw im Konzert (Essen, August 2013)

„It’s a long way to the top…“

Billion Dollar Babies

Wie es anders geht, zeigen dann die Glam-Rocker Billion Dollar Babies aus Schweden auf – zuschauermäßig zuerst nicht gerade erfolgreicher, aber was Show und Motivation betrifft, hätten sich die Ruhrpottnasen mehr als eine Scheibe abschneiden können. Gerade Frontmann Frankie Rich, der sich locker zwischen Animateur, Rocksau und Entertainer einpendelt, steht als Beleg für „Frontmann mit Attitüde“ – und nach dem Opener-Dreier(pack) sind schließlich alle wieder im Konzertsaal angekommen.

Kleiner Wermutstropfen allerdings ist, dass der Sound heute Abend nicht gerade in der oberen Liga anzusiedeln ist, was die Kommunikation zwischen Band und Publikum nicht unbedingt erleichtert, denn wer sich zu nahe vor der Bühne aufhält, versteht erst einmal so rein gar nichts. Doch die Leute erst einmal zur Bühne heranzulocken, dafür bedarf es erst einiger Frankie-Kabinettstückchen, die er dann auch aus dem Glamhut zaubert. „Wenn ihr auf unserer Show tanzen wollt, dann tanzt, wenn ihr schreien wollt, dann schreit, wenn ihr hopsen wollt, dann hopst, aber sitzt auf keinen Fall dahinten einfach nur dumm rum“, so der eindeutige Kommentar für einige Sesselfurzer – wirk- und heilsam, stehen doch die Angesprochenen auf und lassen sich nicht ein weiteres Mal bitten.

Schwieriger ist da die Aufgabe, die Lücke auch zur Bühne zu schließen. Gut, bis zu drei MattenschwingerInnen sorgen für ein bisschen Alarm im Publikum, der Rest steht aber eher verteilt im Schwofmodus und zuckt mit den Gliedern. Nach „A Millionaire’s Dream“ – schön mit Billion-Dollar-Spielgeld und Glitzerkanone aufgepeppt – schafft es Frankie, die Anwesenden (gute 20, mehr sind es leider nicht) direkt vor die Bühne zu platzieren, indem er sie einfach abholt und nach vorne schiebt – so kommen alle auf das Bühnenfoto.

In der Regel aber hauen die Schweden lieber ein paar Kracher raus und halten die Pausen recht kurz. Zwischendurch geht eine Marshall-Box bei „These Two Knives“ in Rauch auf (gehört als Showpart dazu), die Fans feiern ein bisschen und spenden auch Applaus, dabei ist das Songmaterial weitestgehend unbekannt. „Wer hat den schon einmal Billion Dollar Babies gesehen?“, will Frankie wissen – ein „maybe“ aus dem Publikum lädt zum Schmunzeln ein. „Hattet ihr Spaß? Danke fürs Kommen“ – klar, verabschieden muss sein. Nach der Show stehen sie dann alle am Merchstand und fürs Unterschreiben und Fotografieren parat – Arbeit an der Basis halt. It’s a long way to the top…

Setlist:

Intro
When The Light Goes Out
1994
In The Back Of My Limousine
Junkies Ball
Lose It
Crashing Down
President Payne
A Millionaire’s Dream
These Two Knives
You Don’t Ask For Much
Nightmare
The Game
Chemical God
Outro

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