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Billion Dollar Babies, Skapa Flöw im Konzert (Essen, August 2013)

„It’s a long way to the top…“

Der Weg zur Spitze ist lang, sehr lang, und auch im Metalmekka Deutschland reicht es nicht, einfach nur authentische geile Mucke zu kredenzen, sondern fast immer muss die „Werbemaschinerie“ wie geschmiert funktionieren. Heute im Opium in Essen – viele wissen gar nicht, dass dort überhaupt Konzerte stattfinden (bei dem Namen denkt man ja auch erst mal an was anderes… – Anm. d. Red.) – treten also die schwedischen Glam-Rocker Billion Dollar Babies auf, den Support übernimmt das heimische Gewächs Skapa Flöw.

Skapa Flöw

Das Skapa Flöw-Quintett debütierte ja unlängst vor knapp 50 Tagen in Datteln und hat neben einigen wenigen kleineren Shows heute die erste Meisterprüfung als Support für die Schweden zu bestehen. Nicht Fisch, nicht Fleisch, ein paar Ausreißer nach oben, aber auch viel Tristesse ist leider das Gebot der Stunde, denn auch wenn die Truppe deutlich engagierter als noch im RAZ zu Werke geht, so lässt weiterhin gerade Bobbys Gesangsleistung zu wünschen übrig.

Aber der Reihe nach: Mit reichlich Verspätung (Einlass war 19 Uhr, laut Facebook sollte da auch schon Showbeginn sein, was aber hanebüchen ist) betritt der Ruhrpott-Fünfer gegen 20:45 Uhr die Bühne. Das lange Intro von damals – waren es nicht fünf Minuten Foreigner? – bleibt aus, dafür starten sie recht fulminant mit „No Risk, No Fun“ und haben instrumental gesehen durchaus einen erhobenen Daumen in Aussicht, den sie mit dem ebenfalls fetzigeren „Dead On The Streets“ weiter manifestieren können.

„Ein Lied darüber, seinen Traum nicht aufzugeben“ – wahre Worte von Bobby, doch leider hat der Song kaum Biss, schlimmer wird es dann beim anschließenden „Starting Over“, als die „Ohooo“-Parts so gar nicht sitzen und nur noch grässlich schief in den Ohren klingeln – sind es bis hierher noch gut zwanzig Leute, so gehen die ersten schon lieber rauchen und dadurch auch stiften.

„Kidz“ hat eine ganz nette, aber ausbaufähige Melodie abkommen und „Love Without Love“ gehört eher zu den Gähnern des Abends – zum Glück ist die Ballade „You Gave Me Wings“ heute erst gar nicht vertreten. Erst zum Schluss setzen Skapa Flöw an, das Ruder wieder herumzureißen. Den Auftakt macht das flotte „Defloration Situation“ und anschließend die Bandhymne „Skapa Flöw“. Ungeplant hängen sie dann noch Mötley Crües „Live Wire an, die meisten BesucherInnen bekommen das aber schon nicht mehr mit. Da müssen sich die heimischen Vertreter aber noch ordentlich auf den Hosenboden setzen, damit es lieber „Skapa Flöw“-Sprechchöre als „Gotta go“-Wünsche hagelt. Auch heute könnte die komplette Saitencrew jedweden Posingwettbewerb gewinnen – das Skapa Flöw-Manko aber steht in vorderster Reihe.

Setlist:

No Risk, No Fun
Dead On The Streets
Never Give Up
Starting Over
Love Without Love
Kidz
Defloration Situation
Skapa Flöw
Live Wire (Mötley Crüe-Cover)

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