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Beastival 2013

Eine Geburt mit Problemen

Bei Katatonia will die Stimmung nicht so recht aufkochen

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Katatonia

Leichter haben es da Katatonia. Zumindest sollte man das meinen. In der Halle ist man vor dem Wetter geschützt und es kann ja eigentlich gar nichts schiefgehen.

Trotzdem ist die Halle nicht wirklich voll. Aus diesem Grund kann sich auch momentan gar keine richtige Stimmung ausbreiten. Während die Fans der Truppe ganz vorne gleich voll mitgehen, dauert es mit jedem Meter Entfernung von der Bühne deutlich länger, bis die Fans auftauen. Oberhalb der Treppe wird das heute auch gar nicht passieren. Nachdem also die ersten beiden Songs ziemlich emotionslos verstreichen (die Band kommt übrigens auch nicht richtig in die Puschen) wird die Situation mit „My Twin“ langsam besser. Das Gefüge vor der Bühne hat sich auch verändert. Die ersten Reihen stehen nicht mehr so dicht und auch nicht mehr so starr. Vereinzelt kann man kleinere Headbanganfälle mitverfolgen und ein bisschen Bewegung kommt auch auf,  wenn auch nur sehr zaghaft.

Sänger Jonas Renkse animiert seine Fans nun zunehmend. Kurzfristig ist das auch sehr erfolgreich. Auf lange Zeit gesehen ebbt die Stimmung aber immer wieder ab. Nur dort, wo von Anfang an gefeiert wurde, bleibt eine gewisse Feierlaune bestehen. Alles in allem kann man den Auftritt unter „Ferner liefen“ verbuchen.

Setlist:

Buildings
Day And Then The Shade
My Twin
Burn The Remembrance
Soil’s Song
The Racing Heart
Lethean
The Longest Year
July
Dead Letters
Forsaker

Das Fazit zum Beastival fällt mit zwei Ausnahmen durchweg positiv aus. Die erste Ausnahme wäre das Wetter. Darüber müssen hier aber keine weiteren Buchstaben verschwendet werden. Der Regen war scheiße. Dennoch kann selbst der beste Veranstalter der Welt hier nichts ändern.

Die zweite Kritik liegt deutlich schwerer. Die Wege vom Parkplatz sind nicht okay. Das kann man drehen und wenden wie man will. Hier herrscht wirklicher Nachholbedarf. Ein Shuttle wäre denkbar. Jedenfalls ist es eine Zumutung für die ausgepowerten Festivalbesucher, wenn sie ihre völlig durchnässten (und somit noch schwereren) Gepäckstücke im Schnitt 800 Meter weit schleifen müssen.

Hinzu kommt, dass bereits am Freitag Gerüchte die Runde machten, wonach einige Langfinger die Gunst der Stunde nutzten um die unbewachten Autos auszuräumen. Das sind allerdings nur Gerüchte. Offiziell wurde das nicht bestätigt und es ist der Redaktion auch kein tatsächlicher Fall bekannt. Für Unruhe hat diese Klatschgeschichte dennoch gesorgt.

Das Beastival kann mit einigen Pluspunkten aufwarten. Die Sturm- und regensichere Halle ist nur einer. Die sanitäre Situation ein anderer. Auch der Campingplatz kann punkten. Alle früh angereisten können sich ein schönes Plätzchen sichern. Die letzten beißen wie immer die Hunde und so bleibt auch den letzten Campern nichts anderes übrig, als deutliche Hanglagen für ihr mobiles Heim zu akzeptieren. Bei mehr Besuchern wie 2013 sollte die Campingfläche vielleicht erweitert werden.

Es wird eine zweite Auflage des Festivals im Jahr 2014 geben. Das wurde bereits angekündigt. Die Veranstaltung wäre es wert, dass sie Bestand hat. Das Konzept ist nicht perfekt, aber gut.

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