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Battles Vol. 9

Gute Mucke trifft auf Death-Metal-Schickeria

The Very End kämpfen sich rein

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Schon zum neunten Male heißt es: Battles in Neuss, doch mittlerweile ist das „in the Norf“ auf der Strecke geblieben, da ein Umzug in eine neue Lokation unvermeidlich wurde – ausgesucht haben sie sich das Greyhound Pier 1, ein Jugendzentrum mit Kletterwand und anderen Erbaulichkeiten für Jugendliche. Natürlich stellt der Wechsel auch ein kleines Wagnis dar, denn im Haus Derikum war es einfach immer recht kuschelig, allein schon durch die gedrungene Bauweise. Im Greyhound ist alles ein wenig geräumiger, von der Deckenhöhe bis hin zur Bühne, und so kann man sich schon vertun, wenn man einen Blick auf die Zuschauerzahlen wirft – am Freitagabend tummeln sich so wenigstens 230 zahlende Gäste, der Samstag sackt dagegen leider auf etwas über 150 Fans ab.

Als kleine persönliche Anmerkung sei gestattet: Aus beruflichen Gründen konnte ich erst später im Greyhound eintreffen, mitten im Requiem-Set, weswegen hier Bilder von eben Requiem, Lifeless und auch godcomplex fehlen. Ging leider nicht anders, sorry.

The Very End

Schon früh im Jahr läuten bei The-Pit.de die The Very End-Glocken – erst die Show vor knapp 14 Tagen beim NRW Underground Metal Fest II, heuer beim neunten Battles, und schon knapp vier Wochen später werden die Essener Melodic Deather beim Winternachtstraum Festival erneut ins Visier genommen.
Hatten sie noch in Krefeld ein perfekt vorgewärmtes Publikum übernommen, so müssen sie sich an diesem Abend einer gänzlich neuen Situation stellen – die Fans scheinen durchaus interessiert, aber das ist es auch schon. Freiwillig wird den Fotografen ein knapp fünf Meter breiter Graben überlassen – schön viel Freiheit für die einen, doch Stimmung oder gar Festival-Feeling kommt so nur schwer auf – da zündet dann auch auf keinen Fall Björns Kalauer: „Mach mal ein bisschen noise, Neuss“. Das anschließende „Flatline“ kann dann allerdings doch ein wenig mehr Applaus einheimsen, auch wenn die Stimmung weiterhin etwas distanziert bleibt.

Am Engagement auf der Bühne kann das allerdings nicht liegen, denn wie gewohnt montieren sich die Jungs die Rüben ab; schon früh vom Schweiß gezeichnet, versuchen sie immer wieder, das Publikum zu Mitmachen zu animieren, was nach der Hälfte des Sets auch endlich gelingt – witzigerweise trauen sich als erstes ein paar headbangende Mädels Richtung Bühne und lösen so mehr und mehr die Distanz auf.

Na endlich, könnt man glatt meinen, immer mehr Fans füllen die empfindlichen Lücken, und der Gig entwickelt sich gegen Ende dann doch noch zu einer ordentlichen Show, auch wenn die ganz großen Emotionen eher draußen im Maische-Becken absaufen – The Very End mussten sich ihr Publikum erkämpfen, aber genau dieses haben sie dann auch antizipiert und bringen mit „Rat Nation“ und „Three Zero Nine“ sogar erstmals zwei Stücke zum ersten Male überhaupt live.

Kurioses am Rande: Einige Fans meinen, dass es zu leise sei – eine klare Ansage Richtung Mischer Sascha, der schmunzelnd zur Kenntnis nimmt, wie verdreht die Welt doch sein kann – der Herr der lauten Töne hat allerdings auch an diesem Abend alles aus den Reglern herausgeholt.

Setlist:

Memento
Ball & Chain
The Leper
Flatline
A Hole In The Sun
Sewn Eye Sleep
Rat Nation
Dead Is The New Alive
Three Zero Nine
Letters To The Living
Blacklisted
The Loss Theory

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