Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Battle Beast, Majesty & GYZE im Konzert (Essen, März 2017)

Ausflippen in voller Hütte

Ausflippen, das konnten die Fans schon vor gut eineinhalb Jahren beim Battle Beast-Abstecher hier an Ort und Stelle, doch mittlerweile hat sich zumindest für heute Abend die Fanschar nahezu verdreifacht, was dann am Ende auch bedeutet: Ausverkauft. Um ein bisschen Entspannung im Gedränge  zu bringen, ist es ein schlauer Schachzug, den Merchstand einfach nach oben ins Café zu verlegen und somit unten mehr Platz zu gewinnen. Und trotzdem ist das Geschiebe vorne groß, bei der Turock-Treppe denkt man unweigerlich auch daran, was die Statik dazu denn eigentlich sagt – egal, that's Metal. Majesty können ebenfalls auf eine starke Fanbase bauen, wodurch das Ganze nahezu zum Heimspiel wird, selbst der musikalisch komplett anders einzuordnende Opener

GYZE

kann vom großen Andrang profitieren, muss allerdings schon anfangen, auch wenn noch nicht alle Fans die Gelegenheit hatten, überhaupt hineinzukommen – insgesamt verschiebt sich alles um eine halbe Stunde nach hinten, leider ohne eine Erklärung.

„Mögt ihr Japanese Metal? Ich fragte, mögt ihr Japanese Metal?“, so die auch gern kauzige Anfrage von Frontröhre Ryoji kurz vor Schluss, als klar ist, dass das japanische Trio heute nicht mit einem blauen Auge davonkommt, weil sie musikalisch mit ihrem Melodic Death Metal nicht gerade durch Drachenblut oder Disothekenfieber rauschen, sondern dass die Drei schon als Opener ordentlich abäumen können und irgendwie gerade bei der anwesenden weiblichen Zunft auf weit geöffnete Arme treffen.

Dabei ist es völlig unschädlich, dass die ersten vier Songs noch niemand kennen kann, kommt das dazu gehörige dritte Langeisen doch erst Ende März heraus – da hat wohl die Plattenfirma ein bisschen gepennt, denn auf der Tour hätte sich das Scheibchen prima absetzen lassen. Egal, schon beim Übergang von „Priates Of Upas“ zu „Perryi Rain Dragon“ sind beim hereinströmenden Publikum die ersten Powerfäuste zu vernehmen, das mit einige Folkklängen angereicherte „The Bloodthirsty Prince“ kommt mit gutem Applaus davon und gerade der Rausschmeißer „Desire“ vom seinerzeitigen Debüt „Fascinating Violence“ entpuppt sich als der stärkste in der Gunst der Fans – da ist auch das abschließende Foto mit dem Publikum im Rücken ein leichtes.

„Come on people, come on“, – ja ja, eine der wenigen wirklichen Anweisungen mitzumachen, wobei nicht wenige eben gerade wegen der kauzigen Aussprache schmunzeln müssen, und während vorne die aufgeheizte Meute fleißig zu „Dead Bone Blue“ mitklatscht, stehen hinten diejenigen, die unmissverständlich mit der gebotenen Mucke so gar nichts anfangen können. Damit können GYZE aber prima leben, denn auch an diesem Abend haben sie mehr als ausreichend neue Fans gewinnen können.

Setlist:

Pirates Of Upas
Perryi Rain Dragon
The Bloodthirsty Prince
Dead Bone Blue
Final Revenge
Desire

Seite
comments powered by Disqus

Brüllend komischer Roman des schottischen Skandalautors

Starker Tour-Auftakt mit kleinen Wermutstropfen