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Bäääm Festival 2014

„Ich war die Königin der Nacht!“

Grave Digger werden sehnsüchtig erwartet

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Grave Digger

23:20 Uhr, Bäääm Festival, Gut Haarbecke – es war heiß, es war anstrengend und die müden Glieder verlangen nur noch einen Gnadenstoß, um anschließend Schicht im Schacht zu machen. Eigentlich sollten dies Punkt um diese Zeit Grave Digger übernehmen, doch als man sich kurz vor Beginn vor der Bühne positioniert, weiß man eigentlich schon, dass ans Auftreten so schnell nicht zu denken ist. Die Roadies sind gerade noch beschäftigt, die Boxen der Backline auszutauschen und bis auf Backdrop und Schlagzeug ist auch noch nichts auf seinem vorgesehenen Platz.

Ab und an kann man schon ein angenervtes Plustergesicht in der wartenden Menge ausmachen, doch all der Groll scheint vergessen, als die Bühne eine halbe Stunde später als geplant im bunten Licht erstrahlt und der „Reaper“ und Stefan Arnold sich als erster hinter ihre Instrumente klemmen. Jubelnd wird das Quintett in Empfang genommen, um die letzte Show des ersten Bäääm Festivals zu zelebrieren. Eines muss man den Fans lassen – trotz der langen Wartezeit haben viele von ihnen Geduld bewiesen und besonders die ersten Reihen sind anfangs gut besetzt.

Erst eine Woche zuvor kam das neue Werk „Return Of The Reaper“ in die Läden und da ist es nur logisch, dass dessen Opener „Hell Funeral“ auch den Startschuss der heutigen Show gibt, nur hören kann man ihn nicht besonders gut. Eigentlich makaber, dass es nach einer so langen ungeplanten Umbaupause nun auch noch Soundprobleme gibt. Chris ist quasi fast nicht zu hören. Spätestens bei „Killing Time“ kann das Publikum bei den Textpassagen einigermaßen Unterstützung bieten, doch zum Glück hat man bald gefunden, wo der Hase im Pfeffer liegt, und die Headlinershow kann weitergehen, so wie sie es soll.

Klar soll das neue Album im Vordergrund stehen und deshalb hat man auch gleich ganze vier Songs auf die Setliste gepflanzt. Drumherum drapieren sich Songs aus älteren Semestern, nämlich die zum Mitsingen. „Excalibur“, „Ballad Of A Hangman“ – die Fans zeigen ihre Textsicherheit Titel um Titel und freuen sich, Altbekanntes zusammen mit den Gladbeckern verdient abfeiern zu können. Selbstverständlich darf der Evergreen „Rebellion“ nicht ausbleiben und man vermutet ja schon fast, dass dieser das Ende der Show besiegeln soll, doch drei Songs kommen noch. Allerdings wird es mit „Heavy Metal Breakdown“ nun endgültig dunkel auf dem Podest.

Grave Digger haben mal wieder bewiesen, dass die Hymnen aus alten Tagen immer noch ins Schwarze treffen und bei einer Festivität wie dieser ein goldrichtiger Griff sind. Die Tatsache, dass von der angekündigten zweistündigen Spielzeit erst über eine halbe Stunde für den Umbau vertrödelt und dann auch nur geschätzte 70 – 75 Minuten tatsächlich gespielt wurden, hat schon einen faden Beigeschmack. Hätte man das vorher gewusst, hätte man den Vorgänger-Bands ruhig noch die eine oder andere verlangte Zugabe zugestehen können.

Setlist:

Return Of The Reaper
Hell Funeral
Killing Time
Knights Of The Cross
Grave Desecrator
Ballad Of A Hangman
Wedding Day
Tattooed Rider
Hammer Of The Scots
Dark Of The Sun
Season Of The Witch
Excalibur
The Round Table
Rebellion
Yesterday
Highland Farewell
Heavy Metal Breakdown

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