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Axxis im Konzert (Bochum, Dezember 2014)

25 Jahre Rock & Power

In der Show selbst reichen sich die Überraschungen dann einfach nur die Hand. Vorhang auf, Spot an, Lucky von Tri State Corner stimmt schnell auf den Abend ein und schon startet die Reise durch die komplette Historie der Axxis-Schaffensphase, wobei sie gleich mit den neuen Songs anfangen und nach und nach Klassiker einflechten. Berny hat wie immer seine Kodderchnauze parat und flirtet unentwegt mit dem Publikum, begrüßt sogar einzelne Nasen persönlich und macht deutlich, wie sehr sich die Welt durch Facebook verändert habe, quasi zusammen gerückt sei. Dass er quasseln kann, das kennt man ja zu Genüge, dass er aber endlich mal einen Glücksgriff mit den Gästegaststars hat, das verwundert dann doch. Heute holt er gleich zwei junge Mädels auf die Bühne, die sich am liebsten schüchtern hinter den kleinen Trommeln verstecken würden, die aber die Schellenkranzorgie richtig gut meistern und Rhythmusgefühl beweisen. Und zumindest die jüngere von den beiden lässt sich auch nicht von den Drumhieben einschüchtern und bollert mit den anderen um die Wette.

Als emotionales Frühhighlight entpuppt sich „21 Crosses“, wobei das Thema eher für schwermütige Gedanken denn für ausufernde Party herhält, bei „Tales Of Glory Island“ postiert sich der Ex-Drummer André Hilgers, aktuell in Diensten bei Rage, hinter die Kessel und versucht auch am Mikrofon, Berny die Show zu stehlen. Direkt im Anschluss klampft Victor Smolski bei „Trash In Tibet“ mit und fordert Marco regelrecht heraus, und auch wieder unmittelbar danach schleicht sich der Scorpions-Percussionist Pitti Hecht auf die Bühne und bietet von Song zu Song irgendwie immer größere Schlaginstrumente an, derweil Drummer Dirk Brand ein längeres Solo einbaut und das Finale optisch mit Leuchtsticks veredelt.

Und wo so viele Überraschungen bei vielen Bands für eine ganze Tournee ausreichen, bleibt als Bestandsaufnahme heute stehen, dass gerade erst einmal ein Drittel der Show hinter allen liegt. Mit Sehnsucht dürften sich die Fans dann auf das von Harry Weinkauf moderierte Quiz freuen, denn als Gewinn ist schließlich eine VIP-Karte abzugreifen – ein Jahr lang kostenlos auf alle Axxis-Konzerte, auf die man Bock hat. Schade nur, dass die drei Probanden nicht gerade die Essenz des Axxis-Wissens darstellen und auch teilweise ihre Nervosität nicht in den Griff kriegen – gewonnen hat schließlich Mandy, die aber eher von den Fehlern der anderen profitiert. Etwas verdutzt muss Harry dreinschauen, als der Soundmann quizgerecht mit der Tonuntermalung einer sehr bekannten Fernsehshow für etwas mehr Ratedramatik sorgt.

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