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Avatar, Krashkarma im Konzert (Köln, September 2010)

Ungewöhnliches Package, starke Musik und mauer Besuch
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Avatar

Avatar, eine Melodic Death Metal-Band aus Göteborg, machten sich bereit, bei ihrer ersten Headliner Tour das Underground zu rocken. Aber offensichtlich haben sie auch gleich am Publikum vorbeigerockt, denn vielleicht noch 20 Fans tummelten sich im Kölner Club, und einige davon verzogen sich auch noch Richtung Theke. Deswegen ist es aller Ehren wert, was die Herren rund um Fronter Johannes ablieferten. Sie spielten auf, als wäre der Club bis auf den letzten Platz gefüllt. Dass Deutschland für Avatar kein Alleingänger ist, mussten die Schweden schon im Frühjahr im Vorprogramm von Warrior Soul erfahren. Altbewährtes tischte das Quintett an diesem Abend auf, und Hauptaugenmerk lag wenig überraschend auf dem aktuellen, dritten und selbstbetitelten Longplayer „Avatar“.

Fronter Johannes hielt sich auch erst gar nicht viel mit Quasselei auf und brüllte zu den Riffmassakern wie „Queen Of The Blades“ oder dem saustark groovenden „Roadkill“ infernalisch ins Mikrofon. Mit „All Hail The Queen“ gab es dann auch eine Ausflug zum zweiten Studioscheibchen „Schlacht“. Johannes, der zuerst noch seine Ansagen internationaltypisch in Englisch vorbrachte, tendierte immer häufiger zum Gebrauch seiner Deutschkenntnisse (sehr sympathischer Junge übrigens, allein schon weil er wie der Schreiberling hier aus Gelsenkirchen stammt) und forderte das Publikum auf, bei der nächsten Tour solle doch jeder noch eine weitere Person mitbringen, denn man rocke auch wie Sau vor mehr Leuten. Nachdem er sich dann einen großen Schluck aus einem Kanister gönnte, hobelten seine Nebenmänner in bester Elchtodmanier weiter durch ihr Set und spielten sogar „Stranger“ von der ersten Scheibe.

Doch irgendwie blieb der Abend recht blutleer, weil einer der wichtigsten Faktoren eines Konzertes fehlte – das Gejohle, Rumgehüpfe und fette Gepose der Fans. Zumindest drei beinharte Avatar-Fans brachten dennoch ordentlich Stimmung in die Hütte und pogten schlussendlich zu „Pigfucker“ über die Tanzfläche.

Setlist:

Queen Of Blades
The Great Pretender
All Hail The Queen
Reload
Die With Me
Roadkill
Shattered Wings
Deeper Down
Stranger
Pigfucker
Revolution Of Two

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