Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Avatar, Krashkarma im Konzert (Köln, September 2010)

Ungewöhnliches Package, starke Musik und mauer Besuch

Avatar hatten sich ihre Headlinertour zumindest in Köln anders vorgestellt

Zum Thema

Ein recht ungewöhnliches Package machte im Kölner Underground halt. Ungewöhnlich deswegen, weil Avatar zum einen ihre erste Headliner-Tour durch good old Germany durchzogen, und zum anderen hatten sie mit Krashkarma eine Band im Vorprogramm, die hierzulande noch absoluten Insider-Status haben. Doch noch einen Tacken ungewöhnlicher war, dass beide Bands erst nach der Tour ihre CDs auch in Deutschland veröffentlichen sollten.

Krashkarma

Kaum sind die Sommerfestivals nur noch ein schöner Gedanke an noch lauen Spätsommerabenden, da fangen auch schon die Clubtouren an, und irgendwie kann man sich kaum des Eindruckes erwehren, dass in den nächsten Monaten mal noch ein Schüppchen mehr als noch vor einem Jahr draufgepackt wurde. Nur knapp 40 Nasen verloren sich wohl deshalb im Kölner Underground, um Krashkarma bei ihrer ersten Tour hierzulande zu unterstützen. Nun ja, unterstützen konnte man in Köln jetzt auch nicht gerade sagen – aber davon ließ sich die US-Combo rund um den deutschstämmigen Ralf nicht beirren. Sie waren sich durchaus bewusst, dass sie noch völlig unerkannt durch die Straßen wandeln können.

Schnell wurde klar, wie ernst die Truppe Krashkarma ihre Show nahm, wie sie sich darum kümmerte, dass sie sich ihr Publikum erspielen musste. Und das taten sie dann auch, starteten mit „Shot The World“ des Krashkarma-Vorgängers „Suicide Holiday“ brachial und tanzbar zugleich. Bevor sie aber vom zukünftigen Album einige Tracks vorstellten, griffen sie noch kurz mit „No One“ auf ihre erste EP „Seven Deadly Sounds“ zurück.

Ralf, Gitarrist und wahnsinniger Frontmann in einer Personalie (man denke nur an die zahllosen Sprünge von einem Podest an der Drums – schöne Grüße an Gelenke und Bänder), konnte aber auch kurz ein wenig Charme spielen lassen, zeigte auf einige Tanzwillige, die sich noch in respektabler Entfernung herumdrückten, und deutete lediglich mit einem kurzen Handzeichen und Augenkontakt an, doch etwas näher zur Bühne zu kommen. Sehr erfolgreich, was die Distanz betraf, war es nun noch nicht, aber es kam deutlich mehr Bewegung beim spärlichen Besuch auf, und mit „9 Lives“ präsentierten Krashkarma einen ersten richtigen Höhepunkt, der sicherlich schon bald ein hart rockender Smashhit in diversen Alternative-Zappelbuden werden wird. Der Applaus schwoll dementsprechend auch an.

Gleich im Anschluss folgte mit „What We Are“ wieder ein Kracher, der so schon zu Zeiten „Suicide Holiday“s entstand und übrigens als schönes Video (u.a. Drummerin Niki mit Netzstrümpfen und roten Pumps auf dem Klo sitzend) im Netz zu finden ist. Live jedoch malträtierte Ralf ein auf dem Boden liegendes Becken mit einem Baseball-Schläger, verbeulte das Blech und kickte es anschließend durch den Saal. Zum Glück machte kein Schienbein Bekanntschaft mit diesem Rundling.

Krashkarma rocken richtig heiß her, und das hatte nicht (nur) mit der mit reichlich Sexappeal ausgestatteten Schlagzeugerin zu tun, sondern auch mit einer Reihe ohrwurmartiger Songs, die gleich die entsprechenden Synapsen der Tanzbeine aktivieren. Mit „Tears Of Gasoline“ endete ein überraschend positives Konzerterlebnis – von Krashkarma wird man in dieser Form in Zukunft noch mehr hören.

Setlist:

Shot The World
No One
No Regrets
9 Lives (1, 2, Die)
What We Are
Last Wish
Fantastic Fear
Fist Don’t Fail Me
Tears Of Gasoline

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen