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Audrey Horne, Dead Lord, Dead City Ruins im Konzert (Hamburg, September 2015)

Cooler Abend mit einem eindeutigen Gewinner

Hat neben seinen Qualitäten als Bassist und Backing-Sänger auch Potential als Entertainer: Espen Lien.

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Audrey Horne

Dem Norwegen-Fünfer scheint Hamburg zu gefallen. Letztes Jahr waren sie zweimal hier und nun in diesem Jahr schon wieder. Ob das für einige schon zu viel des Guten ist? Möglicherweise, denn als die Band nach einer wie schon nach dem ersten Act erfreulich kurzen Umbauphase und ihrem traditionellen Muppetshow-Intro loslegt, zeigt sich, dass doch deutlich weniger Publikum als bei den toten Lords am Start ist.

Zum Glück lassen sich Audrey Horne davon wenig beeinflussen und beginnen ihr Set mit „Blaze Of Ashes“ – witzigerweise genau der Song, mit dem sie im November ihr Konzert beendeten. Leider ist der Sound nicht gerade das Gelbe vom Ei; war diesbezüglich bei Dead Lord alles weitestgehend im grünen Bereich, ist bei den Bergenern das Schlagzeug viel zu laut und übertönt alles, sodass man die filigranen Doppelleads nicht immer optimal heraushört. Auch Sänger Toschie ist anfangs noch zu leise, wenigstens dies merkt der Mann am Mischpult jedoch schnell und behebt diesen Schönheitsfehler umgehend.

Die Band selbst ist erwartungsgemäß bester Laune und in guter Form. Selbstredend wird gepost, was das Zeug hält, und wenn sich Toschie und Bassist Espen Lien, der neben seinem Bassspiel auch für die sehr sattelfest sitzenden Harmony-Vocals zuständig ist, kleine gespielte Wortgefechte liefern, ist das einfach nur sympathisch und amüsant. Diese Truppe besitzt schlichtweg eine tolle positive Ausstrahlung und ist zudem eine jener Bands, die live noch um einiges besser kommen und mehr Arsch treten als auf Platte.

Cool auch, wie der Fronter bei „This Ends Here“ kurzerhand ein Mädchen auf die Bühne holt, einen Arm um sie legt, während sie schüchtern und etwas verlegen lächelnd in die Menge blickt, sich aber anschließend bei der jungen Dame für die Aktion entschuldigt, „because I smell so shitty“. Beim durchaus an einen gewissen Guns N’ Roses-Song erinnernden Intro zu „Cards With The Devil“ posaunt er außerdem heraus: „You’re in the jungle baby! You’re gonna die!“, was dem einen oder anderen ein Grinsen entlockt, während „Volcano Girl“ als kleine Hommage an „gewisse Ladies“, die sich hier auf der Reeperbahn aufhalten, angekündigt wird. 

Insgesamt macht das auch heute wieder viel Laune und spätestens bei „Waiting For The Night“, dessen Chorus das beste Mitsingfutter bietet, sind alle voll dabei, wenngleich es auch nicht ganz so ausschweift wie im letzten Jahr, als am Ende bis auf den Drummer alle Musiker im Zuschauerraum spielten; Toschie beschränkt sich auf einen kurzen Ausflug bei eben genannter Nummer. Nett wäre es, wenn man mal wieder ein paar alte Sachen von den ersten beiden Alben spielen würde, die schon lange fast überhaupt keine Berücksichtigung mehr im Live-Set finden. Nun, immerhin „Threshold“ von „Le Fol“ wird als erste Zugabe gespielt, was die größte Überraschung des Tages sein dürfte, dennoch wäre auch ansonsten ein bisschen mehr Variabilität wünschenswert. Trotzdem ist das Jammern auf hohem Niveau, denn so oder so machen Audrey Horne live immer Spaß. Gewinner des Abends sind diesmal dennoch ganz klar Dead Lord.

Setlist:

Blaze Of Ashes
High And Dry
Bridges And Anchors
Volcano Girl
Gravity
Cards With The Devil
This Ends Here
Straight Into Your Grave
Firehose
Out Of The City
Pretty Little Sunshine
Waiting For The Night
Threshold
Redemption Blues

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