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Audrey Horne, Dead Lord, Dead City Ruins im Konzert (Hamburg, September 2015)

Cooler Abend mit einem eindeutigen Gewinner

Dead Lord sind die Gewinner des Abends.

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Dead Lord

Erst knapp zwei Wochen ist es her, dass die vier Schweden ihr zweites Album „Heads Held High“ veröffentlicht und damit einmal mehr eindrucksvoll demonstriert haben, dass sie zu den derzeit besten Bands gehören, die den alten Lizzy-Spirit authentisch transportieren. Und wer die Truppe bereits live gesehen hat, weiß, dass hier ein hoher Energielevel und viel Spielfreude herrschen.

So präsentiert sich das Quartett auch heute wieder in Bestform; von Anfang an haben Dead Lord Hummeln im Hintern und machen kräftig Alarm. Das Schöne bei dieser Band ist eben, dass das Ganze enorme Power hat, um als nach Bier und Schweiß riechende Mucke für Rocker durchzugehen, auf der anderen Seite aber auch ein hohes technisches Niveau besitzt, denn natürlich stechen stets die großartigen Doppelleads der Marke Hakim Krim und Olle Hedenström hervor. Da sich Hakim ja zusätzlich noch auf den Gesang konzentrieren muss und Olle ebenfalls viele Backing Vocals übernimmt, ist es hier – im Gegensatz zu Dead City Ruins – vor allem Bassist Tobias Lindkvist, der das Posing am Bühnenrand übernimmt.

Im Publikum ist es noch ein wenig voller geworden und anscheinend haben die Fans das neue Album bereits gut verinnerlicht, denn man startet mit dem Doppelpack „Farewell“ und „Ruins“ in das Set und die Meute ist sofort Feuer und Flamme. Und das anschließende „Because Of Spite“ gehört ohnehin schon lange zum festen Live-Inventar. Lange Reden zwischen den Songs zu schwingen, ist nicht unbedingt Hakims Sache, manchmal gibt es daher auch kurze Stimmpausen, in denen die Energie ein bisschen flöten geht, aber die paar Ansagen, die der Frontmann vollzieht, entlocken einem dafür gerne das eine oder andere Schmunzeln. Besonders als er vor der Halbballade „The Bold Move“ augenzwinkernd erklärt: „Yes, we’re some very cool rockin’ dudes from Sweden, but we have a softer side as well“.

Auch die Hymne „Hammer To The Heart“ (die natürlich ebenfalls nie fehlen darf und bei der das Publikum besonders nachdrücklich zum Mitsingen des Refrains aufgefordert wird) als „song about tools and inner organs“ anzukündigen, hat etwas für sich. An sich war geplant, dass dieses Stück die Abschlussnummer markiert, doch die Leute wollen nicht so einfach klein beigeben und fordern vehement eine Zugabe. Obwohl die Pausenmusik schon läuft, kehrt der Vierer tatsächlich noch einmal auf die Bühne zurück. Da man von so weit aus Schweden angereist sei, könne man nun auch noch einen weiteren Song spielen, meint Hakim, und so bekommen die Fans schließlich noch „Don’t Give A Damn“ spendiert. Genau, manchmal darf man sich um nichts scheren, auch nicht darum, ob eigentlich schon der nächste Umbau ansteht oder nicht. In jedem Fall ein tolles Konzert mit hohem Unterhaltungswert – Dead Lord kamen, sahen und siegten.

Randnotiz: Neben mir steht ein Typ, der fast während der gesamten Spielzeit von etwa 60, 70 Minuten auf seinem Handy herumdaddelt. Nicht zu begreifen, dass die Leute es heutzutage nicht gebacken kriegen, wenigstens mal für eine Stunde dieses Scheißding wegzupacken und sich einfach nur der Musik hinzugeben. Da fragt man sich wirklich, was solche Menschen auf einem Konzert überhaupt wollen.

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