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Audrey Horne, Dead Lord, Dead City Ruins im Konzert (Hamburg, September 2015)

Cooler Abend mit einem eindeutigen Gewinner

Stimmen das Publikum schon mal gut ein: Dead City Ruins

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Erst im November des letzten Jahres waren Audrey Horne in Hamburg zu Gast, damals mit '77 und Pet The Preacher als Vorbands – nun sind die Norweger erneut in der Hansestadt und auch wieder auf dem Kiez im Headcrash, diesmal im Rahmen einer Co-Headlinertour mit ihren schwedischen Kollegen von Dead Lord. Stilistisch passt diese Kombination natürlich wie Arsch auf Eimer, sind doch beide Bands Fans von Doppel-Leadgitarren der alten Thin Lizzy-Schule. Als Support haben sich die Skandinavier noch die Australier

Dead City Ruins

ins Boot geholt, die mit ihrer Mucke in der Schnittmenge von Hard Rock und klassischem Heavy Metal ebenfalls zielsicher ausgewählt wurden. Die Jungs haben bislang zwei Alben herausgebracht und sind bekannt dafür, quasi an jeder Steckdose zu spielen – warum auch nicht, jede Liveerfahrung bringt einen weiter, vor allem hinsichtlich des Hinzugewinnens neuer Fans.

Dead City Ruins lassen sich nicht unbedingt in die typische Aussie-Rockschublade stecken – die AC/DC-Referenzen sind zwar vorhanden, aber bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie beispielsweise bei Airbourne. Sänger Jake Wiffen baut dafür stattdessen immer mal ein paar Falsettschreie ein, die man eher bei einer Speed- bzw. Power-Metal-Combo erwarten würde. Das hat er auch drauf, mir persönlich scheint dieses Stilmittel hier irgendwie nicht recht zu passen, andererseits kann man dies auch als eine putzige Eigenart ansehen, die einen Teil des Charmes dieser Truppe ausmacht.

Die Zuschauer sind jedenfalls zufrieden – für die erste Band ist es auch von Anfang an einigermaßen voll im Club, was man selbstverständlich höchst erfreut zur Kenntnis nimmt. Die Stimmung ist von Anfang an sehr gut, und dass sich daran auch nichts ändern möge, dafür sorgen Wiffen und Co. mit stetigen Animationen. Immer wieder posen der Sänger und die beiden Gitarristen am Bühnenrand, turnen auf den Monitoren herum und einmal macht Jake sogar einen kurzen Ausflug Richtung Bar und pest über den Tresen. Da kommen Erinnerungen an letztes Jahr auf, als '77-Gitarrist LG Valeta ähnliches darbot und den Tresen kurzerhand zu seiner Spielwiese erklärt hatte.

Macht durchaus Spaß und soundmäßig ist das Ganze ebenfalls in Ordnung, vielleicht ein bisschen zu laut, aber zumindest nicht matschig – im Headcrash herrscht weiß Gott nicht unbedingt die beste Akustik Hamburgs vor. Einzig das Schlagzeugsolo hätte es jetzt nicht gebraucht, aber da dies sehr kurz gehalten ist, lässt sich darüber hinwegsehen. Am Ende wird noch ein Erinnerungsfoto vom Publikum gemacht, es erfolgt der übliche Hinweis auf den Merchstand und dass man dort mit den Herren ein, zwei Bierchen zischen kann, und die Leute lassen mehr als nur Höflichkeitsapplaus sprechen. Ein brauchbarer Auftakt, der das Publikum schön heiß auf die nun folgende Band gemacht hat.

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